Atelier im Kap.8 eröffnet Helle Räume für kreative Köpfe

Münster-Kinderhaus -

Nach dreijähriger Zwangspause konnte nun Ute Behrens-Porzky, die Leiterin des Kap.8 im Bürgerhaus, das neue Atelier an der Rückseite des Gebäudes eröffnen. Ein lichtdurchfluteter Raum auf der dem Kinderbach zugewandten Seite des Bürgerhauses soll nun als Treffpunkt für Künstler und Kunstinteressierte aus dem Stadtteil dienen.

Von Claus Röttig
Dr. Annette Georgi (r.) erläuterte den Gästen die Arbeiten der Sommerakademie.  Nach drei Jahren Zwangspause wegen der Regenkatastrophe eröffneten (kl. Bild) Ute Behrens-Porzky und Manfred Igelbrink das neue Atelier im Kap.8.
Dr. Annette Georgi (r.) erläuterte den Gästen die Arbeiten der Sommerakademie.  Nach drei Jahren Zwangspause wegen der Regenkatastrophe eröffneten (kl. Bild) Ute Behrens-Porzky und Manfred Igelbrink das neue Atelier im Kap.8. Foto: cro

Die Regenkatastrophe vom Juli 2014 bleibt in Erinnerung: Nach dreijähriger Zwangspause konnte nun Ute Behrens-Porzky , die Leiterin des Kap.8 im Bürgerhaus, das neue Atelier an der Rückseite des Gebäudes eröffnen.

Ein lichtdurchfluteter Raum auf der dem Kinderbach zugewandten Seite des Bürgerhauses soll nun als Treffpunkt für Künstler und Kunstinteressierte aus dem Stadtteil dienen.

Ute Behrens-Porzky: „Es war ein großer Aufwand, aber wir haben es geschafft.” Das Atelier ist nicht mehr an seiner ursprünglichen Stelle. „Wir haben bei der Neukonzipierung des Hauses festgestellt, dass die Räume des alten Ateliers für die Angestellten des Schwimmbades gebraucht werden“, erläuterte sie. Also wurde mit den Künstlern und den Architekten nach Alternativen gesucht. „Es gibt in Kinderhaus sehr viele Menschen, die sich intensiv mit Kunst beschäftigen und uns unterstützt haben”, berichtete die Leiterin des Kap.8 im Bürgerhaus.

Neben den Künstlern aus dem Stadtteil bietet das Atelier auch Schulen oder Sozialprojekten wieder einen Raum. „Wir können Menschen zusammenbringen, die sich künstlerisch ausleben”, erklärte Ute Behrens-Porzky. Denn Kunst und Kultur trügen einfach zur Lebensqualität bei.

Auch Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink ließ es sich nicht nehmen, die Neu-Eröffnung zu würdigen. „Durch das Hochwasser sind unglaublich viele Aktivitäten im Kap.8 einfach zum Erliegen gekommen“, sagte er. Durch das neue Konzept und die gute Umsetzung sei aber nun eine Keimzelle für Kunst im Stadtteil geschaffen worden: „Man konnte zwar die Rezeption der Kunst mit Ausstellungen weiterführen, aber der Raum für die Produktion wurde einfach vermisst.”

Den Auftakt der kreativen Nutzung machten die Teilnehmer der Sommerakademie, die nun ihre Arbeiten vorstellten. Kunsthistorikerin Dr. Annette Georgi führte durch die Akademie-Ausstellung.

Dass bei den Artefakten auch Materialien der Baustelle verwendet wurden, zeigte beispielsweise das Exponat von Hubert Schulze Dieckhoff. Er hat ein kleines künstlerisches Biotop erschaffen, bei dem auch Metall von der Baustelle zum Einsatz kam. „Natürlich nur der Abfall”, erklärte der Künstler schmunzelnd.

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