Tag des offenen Denkmals bietet am 10. September in Münsters Norden Interessantes Vom Gutshaus zur Speicherstadt

MÜNSTER-NORD -

Ein uraltes Gut öffnet genauso die Pforten, wie ein ehemaliger Rüstungskomplex. Da wird die Neugier geweckt.

Von Jan Schneider
Haus Coerde ist eines der Baudenkmäler, die am Tag des offenen Denkmals zugänglich sind. Um 11 und um 14 Uhr führt Heike Müller durch den Gebäudekomplex, dessen Wurzeln laut Denkmalblatt der Stadt Münster bis ins 11. Jahrhundert reichen.
Haus Coerde ist eines der Baudenkmäler, die am Tag des offenen Denkmals zugänglich sind. Um 11 und um 14 Uhr führt Heike Müller durch den Gebäudekomplex, dessen Wurzeln laut Denkmalblatt der Stadt Münster bis ins 11. Jahrhundert reichen. Foto: jans

Ganz persönliche Zeitreisen können Besucher in Münsters Norden am 10. September erleben. Dann ist wieder Tag des offenen Denkmals und im Stadtbezirk kann man hinter Türen blicken, die sonst oft geschlossen sind.

Solche Türen gehen um 11 und um 14 Uhr im Haus Coerde auf, wenn Heike Müller durch das denkmalgeschützte Gebäude an der Coermühle 50 führt. Müller ist Mitglied der Wohngenossenschaft Haus Coerde, die in dem Komplex, dessen Wurzeln laut Denkmalblatt bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen, Wohnungen und Ateliers einrichtete. Das Gutshaus, heutiges Hauptgebäude von Haus Coerde, wurde 1868 gebaut.

Führungen

Gleich drei Gebäude in der Coerder Speicherstadt sind am Denkmaltag öffentlich zugänglich. Im Gebäude An den Speichern 6 wird bei Führungen zum Thema „Beeindruckend groß – Vom Heeresverpflegungsamt zur Speicherstadt“ um 12.30 Uhr und um 14.30 Uhr die Geschichte des Speicherstadt-Areals wieder lebendig. „Der Komplex zeigt anschaulich das Ausmaß der Aufrüstung in den 1930-er Jahren“, heißt es in einer Beschreibung der Stadt. Holger Bosch und Peter Schuster leiten die Führungen.

Die Archäologen des Landschaftverbandes Westfalen-Lippe (LWL) präsentieren An den Speichern 7 bei Führungen um 13.15, 14.45 und 16.15 Uhr ihre Spezialbibliothek. Die Teilnehmerzahl für diese Veranstaltungen ist begrenzt. Zudem läuft dort an Mitmachstationen ein durchgehendes Rahmenprogramm.

Fundarchiv

Im Gebäude An den Speichern 12 können die archäologischen Restaurierungswerkstätten des LWL und das zentrale Fundarchiv der Archäologen des Landschaftsverbands besichtigt werden. Führungen durch das Fundarchiv leitet von 13 bis 16 Uhr stündlich Nils Wolpert. In einer Pressemitteilung zum Denkmaltag wird auch hier auf eine begrenzte Teilnehmerzahl hingewiesen.

Durch die archäologischen Restaurierungswerkstätten führen um 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr Sebastian Pecht­hold und Eugen Müsch. Hier ist ebenfalls die Teilnehmerzahl begrenzt.

Markuskapelle

In Kinderhaus können Interessierte am Tag des offenen Denkmals weitere Adressen ansteuern: Die 1956/57 nach Plänen von Prof. Gustav Wolf gebaute Markuskapelle am Borkumweg 6 wird um 11 und um 14 Uhr durch Dieter Rohenkohl vorgestellt. Die musikalische Begleitung übernimmt Otto Bitter.

Walter Schröer führt um 15 und um 16.30 Uhr durch das Pfründnerhaus (Heimatmuseum) an der Straße Kinderhaus 16.

Heimathaus

Auch der Heimathof des Heimatvereins Sandrup-Sprakel-Coerde am Max-Klemens-Kanal 141 h ist am Denkmaltag ab 11 Uhr für Besucher geöffnet.

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