„Es war schon eine Halbtagsarbeit“
Abschied vom Infopunkt

Münster.Hiltrup -

Als das Team um Christina und Friedrich Meyer zu Berstenhorst mit rosa Rosen und brennenden Stäbchen bei „It’s Time to say Goodbye“ aufwartete, kam doch ein wenig Wehmut auf. Der 30. Dezember war der letzte „Arbeitstag“ des Ehepaares, das vor zehneinhalb Jahren den Info-Punkt ins Leben gerufen hatte.

Dienstag, 02.01.2018, 06:01 Uhr

Das ehrenamtliche Team des Info-Punktes verabschiedete das Ehepaar Christina und Friedrich Meyer zu Berstenhorst mit einem keinen Ständchen.
Das ehrenamtliche Team des Info-Punktes verabschiedete das Ehepaar Christina und Friedrich Meyer zu Berstenhorst mit einem keinen Ständchen. Foto: hk

Als das Team um Christina und Friedrich Meyer zu Berstenhorst mit rosa Rosen und brennenden Stäbchen bei „It’s Time to say Goodbye“ aufwartete, kam doch ein wenig Wehmut auf. Der 30. Dezember war der letzte „Ar-beitstag“ des Ehepaares, das vor zehneinhalb Jahren den Info-Punkt ins Leben gerufen hatte. Angekündigt hatte es bereits im August, dass irgendwann einmal Schluss sein müsse mit dem Engagement für Hiltrups Bürger, mit der vielen Arbeit.

„Das war schon eine Halbtagsarbeit“, sagte Christina Meyer zu Berstenhorst. Es war ja nicht nur die Arbeit, die während der Öffnungszeiten auf sie wartete. Auch im Hintergrund lief so einiges ab. So musste die Buch-haltung gemacht und weiter organisiert werden. Und dennoch. „Es war nicht leicht für uns“, sagte ihr Mann. „Die Zeit war so schön, auch wenn es auf und ab ging, das ist ganz normal“, blickte der 71-Jährige auf die gemeinsame Zeit zurück.

Unter den weniger schönen Dingen war der Hiltruper Zwanzig-Euro-Gutschein, der nicht rechtzeitig vor Weihnachten ausgelie-fert werden konnte. Da hakte es etwas in der Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverbund, auch die Pflege der Daten auf deren Internetseite sei nicht auf dem neuesten Stand. Dennoch schmälerte der kleine Wermutstropfen nicht die Arbeit des 30-köpfigen ehrenamtlichen Teams.

109 000 Besucher hätten den Info-Punkt seit seinem Bestehen besucht. 2017 waren es über 12 900 Besucher. Da werden die 13 000 sicherlich in diesem Jahr geknackt werden. „Den richtigen Aufschwung erlebten wir mit der Einführung der Radbroschüren“, erinnerte sich Meyer zu Berstenhorst. „Und mit dem neuen Laden, der barrierefrei und mitten im Ort gelegen ist.“ Allerdings würde der Info-Punkt ohne die Sponsoren nicht laufen.

Was hält ein Team so fest und lange zusammen? Es ist die schöne Gemeinschaft, die zusammen gewachsen ist. Dazu gehören die jährlich gefeierten Sommer- und Weihnachtsfeste, die binden.

Nun wird sich das Team neu aufstellen müssen. Das Ziel ist, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen und entsprechenden Kompetenzteams zuzuordnen. Wie sich das Leitungs-team mit einem jeweils wechselndem Sprecher zusammensetzten wird, werde sich während der Versammlung am 8. Januar entscheiden, hieß es.

Für das Ehepaar Meyer zu Berstenhorst heißt es nun, auf zu neuen Ufern. „Wir wollen nicht alle Türen offenhalten, um nachher im Flur zu leben“, sagte es. Also, ein absoluter Cut. Auch sein Engagement in „Gutes Morgen Münster“ und „Älter werden im Stadtteil“ wird zurückgefahren. Nur, ganz verschlossen wird die Tür zum Diakonieausschuss der Christuskirche nicht. Das Ehepaar ist der Kirche nach wie vor eng verbunden.

Nun rufen die vier Enkelkinder nach großelterlicher Fürsorge. Auch für spontane Urlaubstage bleibt nun Zeit. Und Zeit für sich selbst.

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