Familie und Gesellschaft
Parksituation soll entschärft werden

Münster-Hiltrup -

Münster und Leipzig gehören zu den am stärksten wachsenden Städten in Deutschland. Und da Hiltrup ein wichtiger Stadtteil von Münster ist wird hier auch fleißig gebaut. Auch Kitas. Wie zum Beispiel die „Marie-Curie-Straße“ in Trägerschaft von „Outlaw“. Zeit für einen Besuch.

Freitag, 08.12.2017, 22:12 Uhr

Austausch in der Kinder-Küche: Ingo Eislage (l.) vom Träger „Outlaw“ begrüßte in der insgesamt 1100 Meter großen Kita „Marie-Curie-Straße“ Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt.
Austausch in der Kinder-Küche: Ingo Eislage (l.) vom Träger „Outlaw“ begrüßte in der insgesamt 1100 Meter großen Kita „Marie-Curie-Straße“ Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt. Foto: Peter Sauer

Früher ein Maisfeld, heute ein zweites Zuhause für bislang 60 Kinder: Seit dem 9. Oktober hat die neue Kita „Marie-Curie-Straße“ mit ihrer braun-roten Ziegelfassade und den Boden tiefen Fenstern ihren Betrieb aufgenommen. Die Anwohner merken das vor allem an der zugespitzten Parkplatzsituation. Die Lange-Straße wird regelmäßig zugeparkt, sodass es für den Begegnungsverkehr gerade in der Kurve zur Kita eng wird. Selbst der Waldboden am Sandfortbusch wird als Parkraum genutzt.

Nicht nur aus diesem Grund suchte Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt am Freitag das Gespräch mit Ingo Eislage von „Outlaw“, dem Träger der Kita.

„Vor unserem Kindergarten haben wir nur vier Parkplätze“, erläuterte Eisfeld, „diese halten wir frei, damit die Eltern ungestört ihre Kinder vorbeibringen beziehungsweise abholen können.“ Denn eine der Stärken der Kita sind die flexiblen Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr. „Die jeweiligen 35 Betreuungsstunden können die Eltern in einem Zeitfenster von 50 geöffneten Stunden frei verorten:“ Dies sei ein Gewinn gerade für berufstätige Eltern. Bezirksbürgermeister Schmidt ergänzte, dass vorgesehen ist, an der Malteserstraße einen neuen Parkstreifen anzulegen. Parkplätze sind wichtig, da viele Kita-Mitarbeiter aus Münster, Albersloh, Ascheberg oder Ahlen stammen. „Wir schätzen einen offenen Umgang mit unsern Nachbarn“, betonte Ingo Eislage, „erst letzten Dienstag hat es ein Treffen gegeben“. Bei größeren Veranstaltungen wolle mann die Nachbarn rechtzeitig informieren und einladen.

Die Kita vom Wäldchen aus betrachtet.

Die Kita vom Wäldchen aus betrachtet. Foto: Peter Sauer

Wichtig ist Eislage der hohe Freispiel-Charakter der Einrichtung „als Schlüssel für das Selbstlernen“: „Die Kinder entscheiden selber mit wem oder was sie wie lange spielen wollen.“ Auch gehen sie selbstständig zum Wickeln. Ein Kinderrat und ein Elternrat entscheiden paritätisch, wo der nächste Ausflug hingeht. Eislage schätzt es sehr, dass man von der Kita alles gut zu Fuß erreichen kann wie das Wäldchen, Spiel- und Sportplätze oder die Stadtteilbücherei. Da braucht es keinen Bus.

Die Kita „Marie Curie“ hat aktuell noch 20 Plätze frei. Insgesamt gibt es zwei U3-Gruppen und drei Ü3-Gruppen. Pro Gruppe gibt es drei Erzieher. Das Mittagessen kommt von einem Caterer.

Rund zehn bis 15 Prozent der Kinder haben einen Migrationshintergrund. „Die Kinder lernen sehr schnell“, freut sich Eislage, „wir arbeiten auch mit sprachunterstützenden Gebärden“. Zur Kita „Marie Curie“ gehen nur Kinder aus Hiltrup West, Mitte und Ost. „Das ist auch unsere Philosophie der Sozialraum-Nähe“, erläuterte Eislage.

An der Eichendorffschule in Angelmodde wird „Outlaw“ bald auch eine Kita betreiben – mit drei Gruppen.

Vorderansicht der Kita Marie-Curie-Straße.

Vorderansicht der Kita Marie-Curie-Straße. Foto: Peter Sauer

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