Guter Start für Dampfmaschinen-Schau im Hiltruper Museum Ansturm überrascht Aussteller

Münster-Hiltrup -

Gut 70 Maschinen zeigt die am Sonntag eröffnete Ausstellung mit Exponaten des Hiltrupers Ulrich Möllers und der Wolbecker Karl-Heinz und Sven Schapmann. Und es kommen noch einige Modelle nachträglich hinzu.

Von Andreas Hasenkamp
Imposant und komplex ist die große Maschine, effizient ist die kleine Gleichstrom-Dampfmaschine – Karl-Heinz und Sven Schapmann (v.l.) zeigen Entwicklungen auf.
Imposant und komplex ist die große Maschine, effizient ist die kleine Gleichstrom-Dampfmaschine – Karl-Heinz und Sven Schapmann (v.l.) zeigen Entwicklungen auf. Foto: anh

Vieles ist hier von anno 1910, manches älter. Aber bei der Ausstellung „Hiltrup unter Dampf“ stellen sich auch Fragen zur Gegenwart.

Die Dampfmaschinen, sie tuckern fast alle – und wo es eine nicht tut, setzt Karl-Heinz Schapmann sie gern mit einem gezielten kurzen Griff auf das Schwungrad in Bewegung: Schon drehen sich die Karussells auf dem kleinen Jahrmarkt.

Manche Maschine verrät dem Auge nicht, was sie bewegt – wer die Sammler und Bastler anspricht, erhält einen tieferen Einblick in die Mechanik.

Termin

An diesem Dienstag (31. Oktober) und Mittwoch (1. November) hat das Museum aufgrund der hohen Nachfrage ebenfalls jeweils von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Dampf als Antrieb ist keine Technik von Vorgestern: In Hamburg setzt die Technische Universität sie ein, um Abwärme eines Kraftwerks zu nutzen; andernorts nutzt eine Firma sie als besser steuerbare Alternative zur Hydraulik. Und weil so viele Variationen auf mehr Effizienz zielen, kommt das Gespräch schnell auf Modernes. Auf die fragwürdige Effizienz von E-Antrieben, auf Wasserstoffantriebe. Und was bedeutet es, eine Dampfmaschine für den Einsatz in einem Bergwerk zu konstruieren?

Vor allem, aber nicht nur Männer erkundeten am Sonntag die Exponate. „Mit so einem Ansturm hatte ich nicht gerechnet“, freut sich Museumsleiter Hans Muschinski über den gelungenen Start.

Zu erforschen ist die Ausstellung bis Ende Januar sonntags von 15 bis 17 Uhr und an jedem ersten Sonntag im Monat zusätzlich von 11 bis 12.30 Uhr – sowie nach Verabredung.

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