Eigentümer wäre bereit, Fläche abzutreten Neues Baugebiet: Überraschungscoup am Osttor

Münster-Hiltrup -

Ein neues Baugebiet nördlich des Osttores soll Platz für rund 1000 Wohneinheiten sowie altengerechtes Wohnen und ein Nahversorgungszentrum bieten.

Von Markus Lütkemeyer
Nördlich des Osttores könnte auf rund 20 Hektar ein Neubaugebiet entstehen. Die Hiltruper CDU mit (v.l.) Stefan Leschniok, Astrid Bühl und Joachim Schmidt hat einen entsprechenden Antrag gestellt und mit dem Eigentümer Kontakt aufgenommen.
Nördlich des Osttores könnte auf rund 20 Hektar ein Neubaugebiet entstehen. Die Hiltruper CDU mit (v.l.) Stefan Leschniok, Astrid Bühl und Joachim Schmidt hat einen entsprechenden Antrag gestellt und mit dem Eigentümer Kontakt aufgenommen. Foto: mlü

Hiltrup-Ost gilt als das Sorgenkind unter den Stadtvierteln. Nirgendwo sonst in Münster ist der Altersdurchschnitt so hoch. Gut ein Drittel der Bewohner ist 60 Jahre und älter. Doch Wohnungen mit seniorengerechter Ausstattung gibt es kaum. Dazu kommt, dass die Versorgungslage längst nicht so gut ist wie auf der anderen Seite des Kanals. Jetzt präsentiert die CDU einen Plan, der beide Probleme gewissermaßen im Handstreich lösen soll.

Ein neues Baugebiet nördlich des Osttores, auf den Äckern entlang des Herzkamps, soll Platz für rund 1000 Wohneinheiten sowie altengerechtes Wohnen und ein Nahversorgungszentrum bieten. Diese Idee ist nicht unbedingt neu. Auch die SPD hatte vor einigen Wochen ähnliche Pläne präsentiert. Der Coup jedoch ist: „Wir stehen bereits seit vier Jahren in Kontakt mit dem Eigentümer der Fläche, jetzt hat er uns das Signal gegeben, dass er mit dem Verkauf an die Stadt Münster einverstanden ist“, berichtet Astrid Bühl, die CDU-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung.

Das neue Baugebiet am Osttor sei also alles andere als „ein Luftschloss“. Die Ortsunion hat einen Antrag gestellt, der die Verwaltung damit beauftragt, mit den Eigentümern der Fläche Verhandlungen zum Grundstücksankauf aufzunehmen.

Rund 20 Hektar ist die Fläche groß, „das ist schon eine Hausnummer“, sagt Bühl. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt betont: „Kein Baum muss fallen.“ Seitdem der Autobahnanschluss Münster-Hiltrup eröffnet wurde, sei eine Zunahme des Straßenverkehrs am Osttor zu beobachten. Sobald es auf beiden Seiten der Straße Wohnbebauung gebe, würde es leichter fallen, durchgängig Tempo 50 durchzusetzen.

Der CDU-Ratsherr Stefan Leschniok sieht in dem Baugebiet eine „Chance für die Entwicklung Hiltrups insgesamt“. Gemeinsam mit den Ratsherren Georg Berding und Hans Neumann will er den Antrag in die Fraktion hineintragen. „Wir werden das Thema mit unseren Planungsspezialisten begleiten.“ Auch Stefan Weber, der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, stehe der Angelegenheit „sehr positiv gegenüber“, betont Leschniok.

Astrid Bühl wünscht sich für den weiteren Fortgang des Verfahrens eine Bürgerbeteiligung im Stil der zurückliegenden Zukunftswerkstatt. Die bisherigen Ergebnisse der Zukunftswerkstatt sollen in die Planungen einfließen.

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