1947 wurde die Hiltruper Kolpingsfamilie gegründet „Aktiver denn je“

Münster-Hiltrup -

Die Hiltruper Kolpingsfamilie feiert ihren 70. Geburtstag und blickt stolz auf bewegte Geschichte zurück. Einer der Höhepunkte war der Neubau der Marienkirche in Hiltrup-Ost.

Von Simon Kerkhoff
Stolz schaute die Kolpingsfamilie auf ihre 70-jährige Geschichte zurück. Pfarrer Mike Netzler leitete den Gottesdienst gemeinsam mit dem ehemaligen Hiltruper Pater Joachim Jenkner.
Stolz schaute die Kolpingsfamilie auf ihre 70-jährige Geschichte zurück. Pfarrer Mike Netzler leitete den Gottesdienst gemeinsam mit dem ehemaligen Hiltruper Pater Joachim Jenkner. Foto: ske

1947 wurde die Hiltruper Kolpingsfamilie von vier Gehilfen der Baumschule Eschweiler gegründet und feierte nun am Sonntag ihren 70. Geburtstag. Dieses Jubiläum begangen die Mitglieder mit einem Gottesdienst in der orange-schwarz geschmückten St.-Clemens-Kirche – also mit den Farben des Kolpingwerkes.

Nach dem Begründer Adolph Kolping benannt, ist das Kolpingwerk ein internationaler katholischer Sozialverband, welcher sich besonders das Engagement um und für die Familie auf die bunten Fahnen geschrieben hat. Zum 70. Geburtstag bekamen die Hiltruper Besuch von einigen anderen Kolpingsfamilien aus der näheren Umgebung. In einer gut gefüllten Kirche rief Pfarrer Mike Netzler in seiner Predigt zu Mut zu Neuem, aber vor allem auch einem menschlichen und herzlichen Miteinander, nach den zentralen Werten des Kolpingwerkes, auf.

Netzler leitete den Gottesdienst gemeinsam mit dem ehemaligen Hiltruper Pater Joachim Jenkner. Dieser war selber über 30 Jahre lang als Präses der Kolpingsfamilie aktiv. „Die Kolpingsfamilie hat seit ihrer Gründung einen wichtigen Kulturbeitrag zur Gesellschaft geleistet und hat nicht nur die Gemeinde oft tatkräftig unterstützt“, sagte Jenkner, welcher sich darüber freute, bei der Kolpingsfamilie viele langjährige Freunde wieder zu treffen.

Der Vorsitzende Walter Kins warf beim gemeinsamen Mittagessen nach dem Gottesdienst einen Blick zurück auf die bewegte Geschichte der Familie: „Einer der Höhepunkte unserer Geschichte ist sicherlich der Neubau der Marienkirche in Hiltrup-Ost. Damals gab es bei Weitem noch nicht so viele Bagger und technisches Gerät wie heute. Deshalb sind wir oft nach Feierabend zur Baustelle gefahren und haben mit Spaten und Schaufel kräftig angepackt“.

Auch wenn die Familie mittlerweile in Ehre ergraut sei, seien sie heute aktiver denn je zuvor. So treffe man sich zwei Mal monatlich, beispielsweise zu einem gemeinsamen Frühstück oder einem Vortrag zu einem aktuellen Thema, sagte Kins. Zu diesen Treffen kommen regelmäßig mehr als 40 der Mitglieder und bewahren damit die starke Gemeinschaft. Außerdem begebe sich die Familie einmal jährlich auf eine einwöchige Reise, welche sie in diesem Jahr zu einem „Inselhüpfen“ auf die nordfriesischen Inseln rund um Sylt führte.

„Ich denke, dass wir wohl leider die letzte Hiltruper Kolpingsfamilie sein werden. Die Werte des Kolpingwerkes sind aber noch immer wichtig und finden weiterhin Anklang bei jungen Menschen“, sagte Kins. Möglicherweise liege die Zukunft in verstärktem internationalem Engagement. In diesem Bereich kann die Hiltruper Familie eine Vorbildfunktion darstellen. So hatten die Hiltruper bereits vor einigen Jahren ein großes Fenster für eine Kirche im ugandischen Kampala gespendet.

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