Baumaßnahme Marktallee „Die Leute kommen ja heran“

Münster-Hiltrup -

Wenn eine Sperrung der Marktallee droht, ist die Aufregung immer groß. Die bevorstehende Baumaßnahme an Hiltrups zentraler Einkaufsstraße beunruhigt die Kaufleute. Wenn 14 Tage lang ihre Geschäfte nicht zu erreichen wären, dann hätten sie ein massives Problem. Doch so schlimm kommt es nicht.

Von Michael Grottendieck
Bis dahin geht die Baustelle: Kaufleute von der Marktallee sowie einige Privatanlieger verschafften sich gemeinsam mit Vertretern des Tiefbauamtes ein Bild über die bevorstehende Baustelle. Arrangiert wurde das Treffen vom Wirtschaftsverbund.
Bis dahin geht die Baustelle: Kaufleute von der Marktallee sowie einige Privatanlieger verschafften sich gemeinsam mit Vertretern des Tiefbauamtes ein Bild von der bevorstehenden Baustelle. Arrangiert wurde das Treffen vom Wirtschaftsverbund. Foto: gro

Nach den Erklärungen des Tiefbauamtes war Matthias Kniesel von Mode, Sport und Lifestyle Hüttmann die Erleichterung anzumerken: „Die Leute kommen ja heran. Es ist nur ein Teilstück, das gesperrt wird. Da muss man halt 20 Meter länger zu Fuß gehen.“

Der Wirtschaftsverbund hatte zu einem Ortstermin mit dem Tiefbauamt eingeladen. Oliver Ahlers hat noch in Erinnerung, wie es war, als vor seinem Versicherungsbüro An der Alten Kirche plötzlich die Straße gesperrt war. „Umso wichtiger ist es, dass die Baumaßnahme im Vorfeld ordentlich kommuniziert wird“, ist er überzeugt.

Nicht alle vermochte das Tiefbauamt überzeugen. Ein Anlieger wies darauf hin, dass die Schäden nicht so schlimm seien und eine Versiegelung von Flächen ohnehin nicht mehr gewünscht sei. Doch mit dieser Auffassung stand er allein auf weiter Flur.

Das Tiefbauamt verwies darauf, dass sowohl die Busunternehmen wie auch Anlieger sich über den Zustand der Marktallee beschwert hätten. „Wenn wir jetzt nichts machen, dann müssen wir demnächst in den Unterbau der Straße, das heißt 70 Zentimeter in den Boden. Dann wird es richtig aufwendig“, sagte Bauleiter Christian Sahorn.

15 Jahre lang, so ergänzte er, halte eine Straße, die diesen Belastungen ausgesetzt sei. Das untere Teilstück der Marktallee war im Zuge der großen Umgestaltung der Hiltruper Einkaufsmeile im Frühjahr 2001 fertiggestellt worden.

Wo genau wird die Marktallee gesperrt? Nicht befahrbar wird letztlich ein etwa 120 Meter langes Teilstück zwischen der Bushaltestelle Schulzentrum und dem Bereich des Clemens Carrés sein. Der Verkehr wird einschließlich der Stadtbusse über den Hummelbrink und die Hohe Geest umgeleitet.

Eine Zufahrt in die Marktallee ist von der Westfalenstraße wie auch von der Hohen Geest möglich. Lediglich in dem gesperrten Baustellenbereich wird es nicht machbar, unmittelbar vor die Geschäfte vorzufahren. Auch die Parkplätze hinter den Geschäftshäusern werden nicht erreichbar sein. Für Fahrradfahrer und Fußgänger gibt es während der Bauphase keinerlei Einschränkungen, versicherte das Tiefbauamt.

Ambitioniert ist der Zeitplan: In den Herbstferien vom 23. Oktober bis 3. November stehen wegen der beiden Feiertage (Reformationstag und Allerheiligen) lediglich acht Werktage zur Verfügung. Ginge es ausschließlich um die Erneuerung des Straßenbelages, wäre die Zeit reich bemessen. Es müssen aber auch die Natursteine entlang der Straße neu gesetzt werden. Das erfordert echte Handarbeit.

Busse nehmen eine Umleitung

Aufgrund der Sperrung der Marktallee zwischen Westfalenstraße und Hohe Geest von Montag (23. Oktober) bis voraussichtlich 3. November fahren die Buslinien 1, 5, 9, 18, N81 und N82 eine Umleitung.

► Die Linie 1 fährt in beiden Richtungen zwischen Geistkamp und Nimrodweg über Hummelbrink und Westfalenstraße.

► Die Linien 5 und N81 fahren in beiden Richtungen zwischen Nimrodweg und Marktallee über Westfalenstraße, Hummelbrink und Hohe Geest.

► Die Linie 9 fährt in beiden Richtungen zwischen Herz-Jesu-Krankenhaus und Marktallee über Hummelbrink und Hohe Geest.

► Linie 18 fährt in beiden Richtungen zwischen Hiltrup Hallenbad und Max-Reger-Straße über Westfalenstraße und Hummelbrink.

► Die Linie N82 fährt in beiden Richtungen zwischen Herz-Jesu-Krankenhaus und Nimrodweg direkt über Westfalenstraße.

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