Renovierung für Ende 2018 angekündigt
Offizierheim besteht seine Feuertaufe

Münster-Handorf -

Erst hieß es, der Saal im Offizierheim steht zur Verfügung. Dann hieß es, er ist zu klein. Dann feierten die Turmuhlen hier dennoch ihren „Ball der Bälle“. Das klappte ganz wunderbar, ist aber leider keine Dauerlösung.

Dienstag, 13.02.2018, 08:02 Uhr

Der Saal tobt: Münsters Prinz Christian (l.) und Telgtes Prinz Andreas sorgten beim „Ball der Bälle“ für Stimmung im Offizierheim.
Der Saal tobt: Münsters Prinz Christian (l.) und Telgtes Prinz Andreas sorgten beim „Ball der Bälle“ für Stimmung im Offizierheim. Foto: hpe

Die gute Nachricht zuerst: Der Saal der Offizierheimgesellschaft vor der Lützow-Kaserne hat seine Feuertaufe bestanden. Die Turmuhlen feierten hier ihren „Ball der Bälle“ mit 130 Gästen einschließlich der Prinzen aus Münster und Telgte. Präsident Werner Hähnel van Schrick ist des Lobes voll: „Die Kooperation war ganz toll!“

Und jetzt die schlechte Nachricht: Der Saal steht schon ab kommendem Herbst nicht mehr zur Verfügung. Das berichtet Ulla Scheja von der Theatergruppe der kfd St. Petronilla nach Rücksprache mit dem Büro des Kasernenkommandanten. Die Bundeswehr werde das Haus schon ab Ende 2018 sanieren, um es anschließend als Tagungszentrum selbst zu nutzen. Die Sanierung kann ein bis zwei Jahre dauern. Nach Angaben von Thomas Goldschmidt vom Bundeswehrdienstleistungszentrum werde nicht zuletzt für Haustechnik und eine neue Küche viel Geld in die Hand genommen. Nicht ausgeschlossen, dass die Öffentlichkeit das Gebäude anschließend gelegentlich nutzen darf.

Im vergangenen Sommer hatte die Bundeswehr auf Vermittlung von Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek den leerstehenden Saal der Öffentlichkeit angeboten . Doch nach einem gemeinsamen Ortstermin der kfd und der Turmuhlen im September stand fest, dass der Brandschutz enge Grenzen setzen würde. Der Saal sei nur für 99 Feiernde zugelassen hieß es damals – und die kfd, deren Aufführungen auf Planungssicherheit angewiesen sind, sagte ihre Produktion für dieses Jahr schweren Herzens ab .

Die Turmuhlen allerdings blieben am Ball und erhielten schließlich die Erlaubnis, mit mehr als 99 Personen hier feiern zu dürfen – was offenbar auch eine Frage der Bestuhlung ist. Werner Hähnel van Schrick musste höchstpersönlich einen Nutzungsvertrag mit der Bundesrepublik Deutschland abschließen. Viele helfende Hände besorgten Möbel aus dem Haus Münsterland, das Lötlämpken-Team kümmerte sich ums Catering – und nach dem gelungenen Fest gab es noch eine gemeinsame Putzaktion. Was die Saalmiete betrifft, sei die Bundeswehr „großzügig“ gewesen, betont der Turmuhlen-Präsident.

Diese Nachricht drang auch zur kfd, die einen neuen Anlauf für ihre Theaterproduktion zumindest für 2019 wagte – und nun eine Absage erhielt.

Die 2018er-Produktion hätte am kommenden Wochenende ihre Premiere gefeiert. Stattdessen, berichtet Ulla Scheja, wollen sich die Theaterfrauen am kommenden Samstag eine interne Impro-Theater-Fortbildung im Wersehof gönnen. 

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