Vorbereitung auf G 9
Gymnasium St. Mauritz: Neun Schuljahre sind kein Problem

Münster-Ost -

Wer einmal den Wechsel von G 9 auf G  8 gestemmt hat, den kann auch die Rolle rückwärts nicht mehr beeindrucken.

Mittwoch, 06.12.2017, 08:12 Uhr

Am Gymnasium St. Mauritz wird G 9 vorbereitet.
Am Gymnasium St. Mauritz wird G 9 vorbereitet. Foto: spe

Am Gymnasium St. Mauritz sorgt der zu erwartende Wechsel von G 8 auf G 9 nicht für große Unruhe. „Wir sehen das sehr positiv“, betont Oberstudiendirektorin Anke Wilkens nach einer Besprechung beim Schulministerium.

Die Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit sei im Grunde beschlossene Sache. An städtischen Gymnasien dürfe die Schulkonferenz darüber beraten und entscheiden. Doch als sogenannte Ersatzschule sei man in dieser Frage ganz von der Entscheidung des Schulträgers abhängig – und das Bistum habe G 9 bereits vorgegeben. Allerdings hat der Landtag die entsprechende Gesetzesänderung noch gar nicht auf den Weg gebracht, das werde wohl nicht vor Sommer 2018 geschehen: „Ganz viel ist einfach noch nicht entschieden.“

Anderseits ist G 9 absehbar und sorgt deshalb auch am Wersebeckmannweg für viel interne Arbeit, betont die Schulleiterin. Aller Voraussicht nach gilt die neue Regelung ab dem Schuljahr 2019/20, also für die heutigen Drittklässler. Die jetzigen Viertklässler, die sich im kommenden Februar anmelden, werden noch zu den Bedingungen von G 8 beginnen, das Abitur aber doch nach neun Jahren angehen. Ans „Feintuning“ werde man sich erst dann machen, wenn der Gesetzgeber Fakten geschaffen habe – also etwa die Frage klären, ob die zweite Fremdsprache künftig mit der sechsten oder doch erst mit der siebten Klasse eingeführt wird. Grundsätzlich gilt: „Der Wechsel von G 8 zu G 9 ist einfacher als umgekehrt.“ Schließlich wisse man aus eigener Erfahrung, was man bekomme . . .

Durch die Einführung des gebundenen Ganztags vor ein paar Jahren habe man schon den problematischen Wechsel zu G 8 relativ gut stemmen können. In einer Schule mit großer Mittagspause, Mensa, Lernzeiten und Wahlpflicht-AGs lasse es sich umso entspannter lernen, wenn die Sekundarstufe I künftig nur noch 180 Wochenstunden in sechs Jahren zu bewältigen hat. Das würde theoretisch auch mit Halbtagsunterricht möglich sein, doch Anke Wilkens stellt klar: „Wir bleiben im gebundenen Ganztag“

Das größte Problem vieler münsterischer Schulen – der Platzmangel – sei am Gymnasium St. Mauritz so gut wie unbekannt. Vor Kurzem wurde die Dreizügigkeit wieder eingeführt: Pro Jahrgang gibt es auch künftig nur 90 Schülerinnen und Schüler. Selbst mit einem zusätzlichen Schuljahr werde sich die Schülerzahl damit langfristig bei rund 800 einpendeln – und dafür sei in den erweiterten und sanierten Schulgebäuden genug Platz.

Der Wermutstropfen: Die Nachfrage wird das Angebot übertreffen. Das Gymnasium St. Mauritz ist halt beliebt – keine schlechte Nachricht für die Schulleiterin.

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Das Weihnachtskonzert für Angehörige und Freunde des Gymnasiums findet am 12. und 14. Dezember jeweils um 19.30 Uhr in der Schulkapelle statt.

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