Anwohner beklagen Lärm und Vibration BV will Kopfsteinpflaster in Gelmer prüfen

Münster-Ost -

Wer an der Gittruper Straße am Ortseingang von Gelmer wohnt, ist Kummer gewöhnt – genauer gesagt: Straßenlärm und Vibration wegen des Kopfsteinpflasters.

Von Lukas Speckmann
Das Kopfsteinpflaster am Ortseingang von Gelmer sollte ursprünglich der Verkehrsberuhigung dienen – stattdessen nervt es die Anwohner.
Das Kopfsteinpflaster am Ortseingang von Gelmer sollte ursprünglich der Verkehrsberuhigung dienen – stattdessen nervt es die Anwohner. Foto: spe

Der Ortseingang von Gelmer an der Gittruper Straße wurde unerwartet Thema in der Bezirksvertretung Münster-Ost. CDU-Bezirksvertreter Dirk Heidemeyer brachte die Idee ins Spiel, das Kopfsteinpflaster an dieser Stelle aufzugeben und die Straße zu asphaltieren. Und kam damit im Gremium auf Anhieb gut an.

Der Anlass: Die Bezirksvertretung darf einmal im Jahr über die sogenannten „bezirklichen Baumaßnahmen“ abstimmen – eines der wenigen Hoheitsrechte des Gremiums. Es handelt sich um Instandsetzungsarbeiten mit geringen Auswirkungen auf den Verkehr. In der Liste taucht unter anderem die Gittruper Straße auf, die für 18 000 Euro auf Vordermann gebracht werden soll – genau in jenem Abschnitt, der durch sein markantes Kopfsteinpflaster auffällt.

Die Anwohner beklagen sich seit Langem darüber, dass das Pflaster für Lärm und Vibrationen sorgt. Bevor also Geld hineingesteckt wird, möge das Tiefbauamt prüfen, ob eine Asphaltschicht nicht billiger wäre – und zugleich das Lärmproblem löst.

Der Haken an der Sache: Die Pflasterung sollte ursprünglich sowohl den Ortseingang markieren als auch die Geschwindigkeit senken. Und damit handelt es sich um eine Angelegenheit weniger des Straßenbaus als vielmehr der Stadtplanung – die zuvor befragt werden müsste. Grundsätzlich gab die BV Ost sowohl der Liste als auch der Anregung einstimmig grünes Licht.

Dass die Handorfer Hobbeltstraße in der Sanierungsliste auftaucht, war CDU-Bezirksvertreter Heinrich Möllers eine Nachfrage wert: Die Straße sei doch relativ neu und sehe doch gut aus. Warum also die Maßnahme? Weil, so erklärte der Fachmann vom Tiefbauamt, die Straßenoberfläche verschlissen ist. Das sei im Rahmen regelmäßiger Straßenbegehung festgestellt worden. Und an einer wenig griffigen Oberfläche kann gerade der Feuerwehr an der Hobbeltstraße nicht gelegen sein. Das leuchtet ein.

Die aufwendigste Straßenbaumaßnahme im Stadtbezirk ist vermutlich die weitere Instandsetzung der Dorbaumstraße zwischen Immelmannstraße und Kerkamp. Dafür werden 76 000 Euro bereitgestellt.

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