Basar am 18. und 19. November Bangladesch: Lichtbrücke bringt rasche Hilfe

Münster-Handorf -

Der Basar der Lichtbrücke ist ein Höhepunkt im Handorfer Veranstaltungskalender. Sein Erlös kommt den Menschen in Bangladesch zugute, die nach einer Flutkatastrophe dringend auf Unterstützung angewiesen sind.

Von Regina Robert
Nach der Flut ging es in Bangladesch zunächst um die Verteilung von Lebensmitteln. Für die Soforthilfe seien die Rücklagen der Lichtbrücke ausgegeben worden, berichten die Organisatorinnen.
Nach der Flut ging es in Bangladesch zunächst um die Verteilung von Lebensmitteln. Für die Soforthilfe seien die Rücklagen der Lichtbrücke ausgegeben worden, berichten die Organisatorinnen. Foto: Lichtbrücke Handorf

Die ganze Schule engagiert sich für die Lichtbrücke: Alle Schüler nehmen am Sponsorenlauf im Herbst teil, für den im Advent eine Spendenübergabe stattfindet, und die Viertklässler gehen derzeit als Losverkäufer für die Tombola durch das Dorf. Am 18. und 19. November findet das zweitägige Spektakel zum 30. Mal in der Matthias-Claudius-Schule an der Drostestraße statt.

Die in ganz Münster bekannte Veranstaltung ist der Höhepunkt im Jahreslauf der Lichtbrücke Handorf-Bangladesch. Für ein Wochenende weicht die Schule einem vorweihnachtlichen Basar, dessen gesamter Erlös Menschen in Bangladesch zugutekommt, von denen die meisten – ohne die Lichtbrücke – nie eine Schule von innen sehen würden.

„Der Basar ist für unsere Schüler ein besonderes Erlebnis und als soziales Projekt ein wichtiges Vorbild,“ sagt Schulleiterin Susanne Ben Achour. Wie die Heinzelmännchen legen die Helfer schon am Freitagnachmittag los, sobald die letzten Schüler die Klassenräume verlassen haben. Sie schleppen, schieben, bauen auf, räumen ein und dekorieren. Die Kinder tun es gerne, wie Klassenlehrerin Birgit Hanke bestätigt, sicher auch mit Vorfreude auf die große Tombola – wichtiger Bestandteil des Basars und im Dorf berühmt und gelegentlich berüchtigt für ihre wertvollen Preise. Hanke und ihre Kollegen tragen es mit Fassung, wenn am Montag nach dem Basar noch nicht alles wieder genau am richtigen Platz ist. „Wir wissen, die Helfer geben sich große Mühe, alles ordentlich zu hinterlassen.“

In diesem Jahr, das betonen die Organisatorinnen Petra Dreher und Adelheid von Fürstenberg, ist die Hilfe besonders wichtig. Eine Flutkatastrophe hat im August rund 380 000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche und ganze Dörfer überschwemmt. Auch im Gebiet des Bace-Mitali-Projekts haben die Menschen ihre Hütten verloren. „Unsere Rücklagen sind für die dringend benötigte Soforthilfe wie Reis, Hülsenfrüchte, Öl und Salz ausgegeben worden“, berichtet Petra Dreher. Jetzt komme es auf den Wiederaufbau an, auf die Sicherung der nächsten Ernte und die medizinische Betreuung besonders der Kinder. Die Organisatorinnen (E-Mail: handorf@lichtbruecke.com) bitten um Unterstützung.

Der Lichtbrücke-Basar findet am 18. und 19. November jeweils von 11 bis 17 Uhr in der Matthias-Claudius-Grundschule, Drostestraße 7, statt.

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