Die Briefmarken-AG präsentiert Ausstellung: Martin Luther war eine ganz besondere Marke

Münster-Handorf -

Seit zwei Jahren gibt es die Briefmarken-AG am Offenen Ganztag der Kardinal-von-Galen-Schule. Im Reformationsjahr haben sich die jungen Briefmarkenfreunde um die Marke Martin Luther gekümmert: mit einer Ausstellung in der Zionsgemeinde.

Von Andreas Hasenkamp
Die Arbeitsgemeinschaft Briefmarken hatte Martin Luther und die Reformation unter die Lupe genommen (v.l.): Hannah Muhle, Nora Wilkes, Klaus Borchert, Felicita Schirmer und Julia Grubert.
Die Arbeitsgemeinschaft Briefmarken hatte Martin Luther und die Reformation unter die Lupe genommen (v.l.): Hannah Muhle, Nora Wilkes, Klaus Borchert, Felicita Schirmer und Julia Grubert. Foto: Andreas Hasenkamp

Diesmal ging es um Martin Luther : Die Arbeitsgemeinschaft Briefmarken an der Kardinal-von-Galen-Grundschule präsentierte einige Aspekte des Reformators in der evangelischen Kirchengemeinde Handorf. Klaus Borchert und vier Kinder der AG eröffneten damit eine Ausstellung: Die zeigt in den nächsten vier Wochen etwa 40 Briefmarken und Ersttagsblätter. Borchert hat zusätzlich einen schmalen schwarzen Aktenordner mit erläuternden Informationen gefüllt, der ebenfalls zugänglich sein wird. 

Borchert zeichnete in einem frei gehaltenen Vortrag wichtige Station des Lebens und Wirkens von Luther nach. Die vier Kinder ergänzten reihum mit sehr gut vorgetragenen Zitaten, von Luther bis zum Buchdruck-Erfinder Gutenberg. Pfarrer Dr. Christian Peters tat es ihnen nach – mit spontan eingeflochtenen Anekdoten. Während Luther seinen Mönchsorden vergleichsweise unspektakulär verlassen konnte, musste seine spätere Frau Katharina von Bora ihr Ursulinenkloster in einem Heringsfass verlassen. Sie zeichnete Borchert in groben Zügen wohlwollend als selbstbewusste Frau, die für Ordnung und etwas Geld im Haushalt sorgte. Borchert endete mit dem Ausdruck der Freude über die Ökumene in Handorf. Und, ganz Philatelist: Die Reformation sei „ein Ereignis, das so viele Briefmarken braucht, es zu erklären“.

Die Briefmarken-AG startete 2015. Jedes Jahr stellt sie, derzeit sechs Kinder stark und von Borchert als Philatelist geleitet, eine „gezackte“ Ausstellung auf die Beine. In diesem Jahr sind es zwei; das Thema Europa hatten sie bereits behandelt.

Parallel gibt es im Gemeindehaus am Kirschgarten 28a eine zweite Ausstellung: Sie zeigt Stationen aus dem Leben des Reformators, mit Wartburg und Bauern – nachgestellt mit Playmobil-Figuren. Dazu hat Dr. Christian Peters die Bitte: die sorgsam arrangierten Figuren unberührt zu lassen . . .

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