Dominik und Stephanie Wagner Die Schotten von Gelmer

Münster-Gelmer -

Rotkariertes Hemd und Lederhose sind in Gelmer kein ungewöhnlicher Anblick mehr – Kilt und Tartan schon. Die beiden Gelmeraner Stephanie und Dominik Wagner pflegen schottische Lebensart.

Von Claus Röttig
Stephanie und Dominik Wagner  sind ganz auf Schottland eingestellt und wollen die schottische Lebensart auch nach Münster bringen.
Stephanie und Dominik Wagner  sind ganz auf Schottland eingestellt und wollen die schottische Lebensart auch nach Münster bringen. Foto: Claus Röttig

Gegen strahlenden Sonnenschein hat Dominik Wagner nichts einzuwenden. Aber selbst Nieselregen auf der Gittruper Straße stört ihn nicht. „Das ist doch bestes schottisches Hochlandwetter“, lacht der Gelmeraner.

Weißes Oberhemd, dunkle Fliege, Kilt: Dominik Wagner sieht sehr schottisch aus. Auch seine Frau Stephanie Wagner hat sich einen Kilt mit dem typischen Tartan angezogen. Dabei ist es nicht nur eine modische Attitüde der beiden, sondern vielmehr ein Lebensgefühl: Die Wagners lieben Schottland und die schottische Lebensart.

Alles begann 2007 durch einen Zufall. „Ich bin mit meinen Eltern zu den High­land-Games nach Xanten gefahren. Es sollte nur ein Familienausflug werden, aber mich hat sofort die Musik und die besondere Atmosphäre gepackt“, erinnert sich der ehemalige Bundeswehrsoldat. Damals habe er noch keine Ahnung von Schottland gehabt, aber insbesondere ein Whisky-Stand habe ihn gepackt.

2011 war er zum ersten Mal mit seiner Frau bei den Highland-Games, durfte sich mit dem Experten John Wells austauschen und auch gleich die Kunden beraten. „Daraus ist eine Liebe geworden, die bis heute hält”, so Wagner. Beim jüngsten Motorradtreffen in Handorf bot er selbst Whisky zur Verkostung an.

Das Eis brach endgültig auf einer Reise durch die Highlands auf Motorrädern. Zwei Wochen durch die schottische Landschaft, Besuche bei Destillerien und leben aus vier Koffern und einer Gepäckrolle. „Es war unglaublich”, erinnert sich Wagner. Die Eindrücke, die die einsamen Landschaften in Schottland bei ihm hinterlassen haben, sind bis heute unvergessen. „Man kann die Geschichte dieses Landes hautnah erleben, erfährt viel über die schottische Gastfreundschaft und wandelt auf den Spuren der Könige und Prinzessinnen.”

Einige Ereignisse sind dem Paar besonders in Erinnerung geblieben, und damit ist nicht nur der Zug aus den Harry-Potter-Romanen gemeint. „Ich habe meiner Frau an den Ferry Pools den Heiratsantrag gemacht”, verrät Wagner.

Das Paar hat weitere große Pläne: „Vielleicht schaffen wir es sogar, die Highland-Games nach Münster zu bringen.“ Und auch ein besonderer Reiseführer ist geplant. „Eine Whiskyflasche aus den Highlands wird Münster besuchen und alle Sehenswürdigkeiten begutachten.”

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