Haus der Familie: Programm Ganz nah dran am Stadtteil-Leben

Münster-Gievenbeck -

Ein Füllhorn voller guter Dinge muss nicht unbedingt die Form eines tütenförmigen Flechtkorbes haben. Beim Haus der Familie hat es ein DIN-A5-Format und wiegt etwas über 410 Gramm. Es ist das frisch erschienene Jahresprogramm für 2018 und es bietet münsterweit 1600 Kurse und Veranstaltungen für das neue Jahr – darunter auch zahlreiche Aktionen in Gievenbeck

Von Annegret Lingemann
Das neue Programm vom Haus der Familie mit zahlreichen Angeboten auch für den Stadtteil Gievenbeck präsentieren Edith Thier (r.) und Marlene Schmidt.
Das neue Programm vom Haus der Familie mit zahlreichen Angeboten auch für den Stadtteil Gievenbeck präsentieren Edith Thier (r.) und Marlene Schmidt. Foto: ann

Kaum ein Lebensbereich, der dabei nicht vertreten ist: Sprache und Kultur, Mode, Kunst und Handwerk, Fitness, Kommunikation in Partnerschaft und Familie, Gesundheitsbildung und Fragen der Religion. „Im gerade zu Ende gehenden Jahr haben unsere Kurse rund 17 000 Erwachsene und 4500 Kinder erreicht“, sagt die Geschäftsführerin vom Haus der Familie, Edith Thier , während sie den Jahreskatalog präsentiert.

Die meisten Veranstaltungen werden in der Hauptgeschäftsstelle am Krummer Timpen angeboten, aber immerhin sind es noch 40 Prozent in den Stadtteilen. „Wir sind überall da, wo man uns reinlässt“, lacht Edith Thier. Wobei es in erster Linie eine Frage von freien Räumlichkeiten ist, die über ein Okay entscheiden. Allein in Gievenbeck werden 135 Kurse angeboten, darüber ist Marlene Schmidt , Diplom-Sozialpädagogin und Ansprechpartnerin im La Vie, besonders froh.

„Wir haben viele Kooperationspartner wie die Kita Lichtblick der Evangelischen Jugendhilfe, das Familienzentrum St. Michael und die DRK-Kita Oxford“, so Schmidt. Durch Sprachkurse und Eltern-Kind-Kurse könnten sozialraumorientierte Netzwerke entstehen, die ein Einleben in dem stetig wachsenden Stadtteil erleichterten.

Das kostenfreie Angebot „Sure Start“ für Frauen mit Babys, die es aufgrund ihrer finanziellen, familiären oder sozialen Situation schwer haben, hält sie für besonders wichtig. 2017 nahmen in Gievenbeck rund 1200 Erwachsene und 500 Kinder an rund 120 Veranstaltungen teil. Für das kommende Jahr sind neue Programme im Angebot, wie „Erste Hilfe für Vorschulkinder mit ihren Eltern“, spezielle Entspannungstechniken für Eltern oder eine Weiterbildung für Erzieherinnen und Erzieher im Haus Mariengrund, die sich mit der Schöpfung und der persönlichen Spiritualität auseinandersetzt.

„Ein Stadtteil verändert sich, dem müssen wir Rechnung tragen und auch neue Ideen entwickeln“, sagt Edith Thier. Aber auch die bereits bekannten Kurse wie „Smartphone und Tablet in Kita und Grundschule“ oder die Eltern-Kind Kurse „Kidix“, deren Konzept von der katholischen Bildungsstätte entwickelt wurde, werden wohl einen guten Zuspruch finden.

Weitere Infos gibt es im Internet unter: www.haus-der-familie-muenster.de

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