Das MuM startet mit dem Mittagstisch „50+“ ein neues Projekt
30 Gäste werden bald bekocht

Münster-Gievenbeck -

Lecker essen am Mittag? Da gibt es in Gievenbeck bald was Neues.

Samstag, 16.12.2017, 06:12 Uhr

Freuen sich auf den Start des neuen Mittagstischs: Claudia Almeida Poliak, Scherok Al (vorn, v.l.), Janina Enning und Barbara Kegelmann (hinten v.l.).
Freuen sich auf den Start des neuen Mittagstischs: Claudia Almeida Poliak, Scherok Al (vorn, v.l.), Janina Enning und Barbara Kegelmann (hinten v.l.). Foto: kbö

Neuland betritt das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum (MuM) in den nächsten Monaten: Im neuen Jahr bieten die Verantwortlichen den „Mittagstisch 50+“ an. Was es damit auf sich hat, an wen sich das Angebot richtet und wer noch benötigt wird, um das Projekt erfolgreich zu starten, darüber sprach unser Redakteur Kay Böckling mit der pädagogischen Leitung des MuM, Janina Enning.

Frau Enning, Sie starten ein neues Angebot. Was verbirgt sich hinter „Mittagstisch 50+“ und wer darf kommen?

Enning: Wie es der Name 50+ schon sagt, wenden wir uns an die etwas gesetztere Altersgruppe. Wir wollen damit erreichen, dass auch ältere Menschen unser Haus besuchen, sich hier wohl fühlen, vor allem eine vollwertige, gesunde Mahlzeit erhalten und Kontakte zu anderen Menschen knüpfen können. Wir sind schließlich ein Mehrgenerationenhaus.

Was erwartet die Besucher des Mittagstischs?

Enning: Zunächst einmal können sie hier in Ruhe zu Mittag essen. Durch die Gemeinschaft kommen sie natürlich auch unter die Leute. Oft sitzen die Menschen zu Hause und kommen nur wenig raus. Der Mittagstisch bietet da ein wenig Abwechselung.

Wie oft ist dieser Mittagstisch geplant?

Enning: Ein Mal in der Woche an jedem Dienstag.

Mal abgesehen von 50+, richtet sich das Angebot an eine weitere bestimmte Personengruppe?

Enning: Nein, es ist ein offenes Angebot. 

Sie sind auch auf der Suche nach Helfern. Was müssen die mitbringen?

Enning: Vor allem Spaß an der Sache. Und Offenheit für Menschen und Kulturen. Wir suchen beispielsweise jemanden, der für uns regelmäßig einen Kuchen backt für die Nachmittags-Angebote. Zudem suchen wir Freiwillige für Begleitung im Café und Gespräche. Vielleicht gibt es später ja auch jemanden aus dem Kreis der Besucher, der sich gerne einbringen möchte.

Was meinten Sie eben mit Nachmittagsangeboten?

Enning: Von 12.30 bis 14 Uhr gibt es zunächst den Mittagstisch. Von 14 bis 15.30 Uhr gibt es für alle Interessierten dann ein kreatives Kreissingen. Das Café ist bis 17 Uhr geöffnet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Gesellschaftsspiele zu spielen. Es gibt Kaffee und eben den Kuchen. Vielleicht bekommen wir auch noch andere Angebote mit rein, aber das ist zunächst das, was vorgesehen ist. Es gibt also die Möglichkeit, an Angeboten teilzunehmen oder einfach nur in Gesellschaft, Kaffee und Kuchen zu genießen. Alles kann, nichts muss.

Zurück zum Mittagstisch: Was kommt auf den Teller und was kostet der Spaß?

Enning: Vegetarisches Essen und deutsche Hausmannskost. Das Essen kostet 5,50 Euro inklusive Salat und Wasser. Es gibt durch den Verein „Lichtblick-Seniorenhilfe“ unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit der Kostenübernahme. Wir informieren gern.

Deckt das die Kosten?

Enning: Das hoffen wir. Das steht aber noch nicht fest. Es wird sich im Laufe der Zeit zeigen.

Wie kamen Sie auf die Idee des Mittagstisches?

Enning: Es gibt die Bundesarbeitsgemeinschaft für Senioren. Die haben im vergangenen Jahr ein Projekt unter dem Titel „Auf Rädern zum Essen“ gestartet. Das gefiel mir sehr gut. So kam die Idee auf, einen Mittagstisch ins Leben zu rufen. So etwas fehlt hier. Da man sich für das angesprochene Projekt nicht mehr bewerben konnte, haben wir das in Eigenregie in Angriff genommen.

Wer bereitet das Essen zu?

Enning: Dafür haben wir einen ausgebildeten Koch engagiert, der das ehrenamtlich macht.

Wer erstellt den Speiseplan?

Enning: Der Koch in Absprache mit den MuM-Verantwortlichen. Die Wünsche der Gäste finden aber durchaus auch Berücksichtigung.

Wie viele Personen können teilnehmen?

Enning: Maximal 30 Gäste. Gut wäre es, wenn zuvor eine Anmeldung erfolgt. Aber es sind auch spontane Gäste willkommen. Es ist ein offener Mittagstisch. Wer Lust hat, kann kommen.

Das verlangt aber schon eine gewisse Flexibilität . . .

Enning: Das ist richtig. Wir wollen uns da aber jetzt reinfuchsen.

Je nach Erfolg des Projekts: Wäre eine Erweiterung denkbar?

Enning: Weniger, dafür fehlen uns leider die räumlichen Kapazitäten. Dienstags hatten wir noch Platzreserven. An den anderen Tagen sind die Räume alle belegt. Wenn sich die räumliche Situation verändern sollte, wäre das durchaus vorstellbar.

Wann startet der Mittagstisch?

Enning: Am 6. Februar des neuen Jahres. Wer helfen will, kann sich aber auch schon ab sfort bei uns melden. und eigene Ideen einbringen.

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