Bezirksvertretung Münster-West
Oxford-Quartier: Stand der Dinge

Münster-Gievenbeck -

Mit Spannung hatten die BV-Vertreter Punkt drei der Tagesordnung unter dem Titel „Sachstandsbericht Infrastrukturplanung Oxford-Kasernengelände“ erwartet. Doch Tiefbauamtsleiter Michael Grimm dämpfte gleich zu Beginn der vierteiligen Verwaltungsvorstellung jeden Optimismus.

Freitag, 08.12.2017, 18:12 Uhr

Die Entwicklung des Oxford-Quartiers war Thema während der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West.
Die Entwicklung des Oxford-Quartiers war Thema während der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West. Foto: kbö

Enttäuschte Gesichter bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Münster-West: Insgeheim hatten die Kommunalpolitiker während ihrer letzten Sitzung in diesem Jahr wohl damit gerechnet, etwas über die Grundstücksverhandlungen bezüglich der Oxford-Kaserne zu erfahren. Doch dazu schwieg sich Tiefbauamtsleiter Michael Grimm ebenso aus, wie zu der seit Wochen im Raum stehenden Frage nach den viel diskutierten Sportanlagen.

Mit Spannung hatten die BV-Vertreter Punkt drei der Tagesordnung unter dem Titel „Sachstandsbericht Infrastrukturplanung Oxford-Kasernengelände“ erwartet. Doch Grimm dämpfte gleich zu Beginn der vierteiligen Verwaltungsvorstellung jeden Optimismus: „Ich werde ihnen nichts sagen zu den Grundstücksverhandlungen.“ Dazu werde Oberbürgermeister Markus Lewe in der kommenden Ratssitzung Stellung beziehen.

„Und auch zur Sportgelände-Diskussion gibt es heute noch keine Auskünfte“, legte Grimm nach. Letztere Aussage sorgte für reichlich Gegenwind. „Es kann doch nicht sein, dass wir ein Jahr lang auf eine Aussage über die Machbarkeit von Sportanlagen an dieser Stelle warten“, wetterte CDU-Fraktionschef Peter Wolfgarten. Und auch SPD-Fraktionsvorsitzende Beate Kretzschmar fand diesen Umstand alles andere als glücklich.

Zum Thema Entwässerung stellte Frank Jaskowiak (Tiefbauamt) den aktuellen Sachstand vor. Besondere Lehren habe man aus dem Jahrhundert-Regen 2014 gezogen, und man werde entsprechende Rahmenbedingungen schaffen. Das Ziel sei es, den Niederschlag so zu generieren, wie es auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche der Fall sei. Ein Regenrückhaltebecken an der Gievenbecker Reihe werde mit einem Filter ausgestattet, das so gereinigte Wasser gelange in den Gievenbach.

Simon Verrieth (Tiefbauamt) stellte die geplante Verkehrsführung vor. So erfolge die Erschließung über Roxeler Straße (heutiger Eingangsbereich), Bernings Kotten sowie Arnheimweg. Ein durchgängiger Rad- und Fußweg bis zur Potstiege gehöre ebenfalls zum Konzept. Auf dem gesamten Areal werde Tempo 30 gelten, die Linie 22 sorge für die Busanbindung. „Es ist die Linie 12“, korrigierte Beate Kretzschmar.

Im Kreuzungsbereich Roxeler Straße werde es eine zusätzliche Ampel geben. Der Kritik Peter Hamanns ( CDU ), der schon jetzt eine enorme Staubildung auf der Roxeler Straße ob der zahlreichen Signalanlagen ausmachte, entgegnete Verrieth: „Die Ampeln sollen untereinander getaktet werden.“

Zur Freiflächenplanung informierte Gregor Determann vom Grünflächenamt. Die denkmalgeschützte Mauer müsse an einigen Stellen „aufgelöst“ werden. So etwa für den Rad- und Fußweg zur Potstiege oder im Eingangsbereich Roxeler Straße. Der ehemalige Exerzierplatz erhalte Wasserspiele und werde mit Betonstein gepflastert. Um ihn „erlebbar“ zu gestalten, sei kleineres Gewerbe (Eisdiele oder Café mit Außengastronomie) angedacht. Vereinzelte Bäume „springen“ in den Platzbereich und sorgten so für ein Licht- und Schattenspiel.

Gerd Franke (Planungsamt) verwies darauf, dass die Ausführungsplanung für die Grün- und die Verkehrsflächen bereits begonnen habe. Das habe bereits zu verschiedenen Veränderungen des Bebauungsplans geführt, wie zur Verlegung der Bushaltestelle. Diese Veränderungen fasse sein Amt in einer Vorlage zusammen, die im Februar 2018 die politischen Gremien passiere. Die Veränderungen lege die Verwaltung noch einmal öffentlich aus. Eine erneute Bürgerinformation zu den Veränderungen werde es aber nicht geben, so die Antwort Frankes auf eine Nachfrage von Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5344462?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Tag 4: Lieber zu viel als zu wenig
Shopping Queen in Münster: Tag 4: Lieber zu viel als zu wenig
Nachrichten-Ticker