Aufführung der der Freien Evangelischen Gemeinde Hautnahes Theatererlebnis

Münster-Gievenbeck -

Es war ein ungewöhnliches Theaterstück, das in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums von der Freien Evangelischen Gemeinde gezeigt wurde. Nicht nur, dass ausschließlich das Markus-Evangelium als Drehbuch diente: Auch die Art, wie die 15 Schauspieler den christlichen Stoff präsentierten, war für so manchen etwas Besonderes.

Von Claus Röttig
Eine ungewöhnliche Inszenierung des Markus-Evangeliums: Die Freie Evangelische Gemeinde präsentierte die Bibelgeschichte in einem Rundtheater ohne Kostüme im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Eine ungewöhnliche Inszenierung des Markus-Evangeliums: Die Freie Evangelische Gemeinde präsentierte die Bibelgeschichte in einem Rundtheater ohne Kostüme im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Foto: cro

Denn entgegen dem normalen Theater, bei dem sich die Schauspieler auf einer Bühne bewegen, griff das „Markus-Theater” auf eine alte Form, das Rundtheater, zurück. Dabei bewegen sich die Darsteller zwischen den Gästen, schaffen besonders viel Nähe zum Publikum und zum Stück selber.

„Wir haben uns bewusst für diese Form der Darbietung entschieden”, verriet Melanie Kohlmeyer , Regisseurin des Stückes, das schon bundesweit gezeigt wurde. Mit dem Projekt der Studentenmission in Deutschland wolle man bewusst eine Alternative schaffen, die Bibel den Menschen auf eine andere Art und Weise nahe zu bringen. „So kann man das Evangelium auch für die Menschen erlebbar machen, die vielleicht nicht so oft in die Kirche gehen oder mit dem Lesen des Evangeliums nicht viel anfangen können”, so Kohlmeyer.

Das Rezept des Ensembles ging auf: Gespannt schauten die Zuschauer zu, wie Jesus seine Jünger um sich versammelte, übers Wasser ging oder Tote zum Leben erweckte. Dabei verzichteten die Laiendarsteller bewusst auf Kostüme. „Wir wollen den Stoff einfach so auf die Menschen wirken lassen”, erklärte die Regisseurin. Genau das passierte auch: So mancher zuckte merklich zusammen, als Jesus ans Kreuz genagelt wurde.

Unterstrichen wurde die Wirkung noch durch das Ausschalten des Lichtes und dröhnende Hammerschläge. „Wenn wir die Zuschauer zum Nachdenken gebracht haben und der eine oder andere ein paar Gedanken mit nach Hause nimmt, haben wir unser Ziel erreicht“, sagte Melanie Kohlmeyer abschließend.

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