Rotes Kreuz setzt sich durch Träger für neue Kita in der Gievenbecker Wartburg-Hauptschule ist gefunden

Münster-Gievenbeck -

Wenn die Stadt Münster ab Dezember – wie berichtet – die ehemalige Wartburg-Hauptschule umbaut und zu einer vorübergehenden und drei Gruppen starken Kita umwandelt, übernimmt die „DRK Münster Sozialwerk gGmbH“ die Trägerschaft.

Von Kay Böckling
Die Kita an der Oxford-Kaserne ist ebenfalls in Trägerschaft des DRK. Auch an der ehemaligen Wartburg-Hauptschule könnte bald eine passend zum DRK in Rot gestaltete Eingangstür zu finden sein.
Die Kita an der Oxford-Kaserne ist ebenfalls in Trägerschaft des DRK. Auch an der ehemaligen Wartburg-Hauptschule könnte bald eine passend zum DRK in Rot gestaltete Eingangstür zu finden sein. Foto: Franziska Eickholt

In einem Auswahlverfahren setzte sich das Rote Kreuz letztlich gegen vier weitere Bewerber durch: ASB Regionalverband Münsterland, „Fröbel Bildung und Erziehung gGmbH“ (Köln), „Kleine Riesen Nord gGmbH“ (Esslingen) und „Step Kids Kitas gGmbH“ (Berlin). Bekanntlich entsteht parallel zum Kita-Betrieb in der früheren Gievenbecker Hauptschule am Coesfelder Kreuz eine neue Kita an der Hüfferstraße. Sobald diese fertiggestellt ist, geht es für die Kindertagesstätte in Richtung Innenstadt. Die DRK-Trägerschaft in der dann dauerhaften Einrichtung bleibt bestehen.

Mit dem Umbau der Wartburg-Hauptschule ist im Dezember dieses Jahres zu rechnen. Das DRK würde nach einer mehrmonatigen Bauphase die Räume im März übernehmen, der erste Kita-Tag ist für den 1. April 2018 anvisiert. Der Umzug zur Hüfferstraße soll laut den Planungen des Amts für Immobilienmanagement im Sommer 2019 erfolgen. Die Kosten für den Umbau der Wartburg-Schule für die Stadt Münster betragen 300 000 Euro (Investition) sowie 180 000 Euro für die Einrichtung.

Auch nach dem Umzug der Kita an die Hüfferstraße soll die frühere Grundschule eine weitere Kindertagesstätte beherbergen. Dabei soll es sich – anders als bei der nun zu realisierenden Drei-Gruppen-Kita – um eine Groß-Einrichtung mit bis zu acht Gruppen handeln. Konkrete Planungen dazu liegen aber noch nicht vor.

Die neue DRK-Kita am Coesfelder Kreuz geht zunächst mit drei Gruppen an den Start: zwei Gruppen für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und eine Gruppe für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Gruppenstruktur soll den jeweiligen veränderten Rahmenstrukturen angepasst werden. Da die Kita in Gievenbeck aber lediglich für ein Jahr in Betrieb ist, dürften diesbezügliche Veränderungen nicht greifen.

Das Angebot soll sich den Bedürfnissen der Eltern anpassen: So variiert die wöchentliche Betreuungszeit zwischen 45, 35 und 25 Stunden. In diesem Zusammenhang ist auch eine Übermittagsbetreuung möglich.

Das DRK ist als Träger von bislang sieben Kitas bekannt. Es betreibt unter anderem die Einrichtungen an der Meerwiese in Coerde sowie die Kita in der ehemaligen Oxford-Kaserne. Als Begründung für die DRK-Trägerschaft der neuen Kita führt das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien unter anderem die Tatsache an, dass bereits ein gewisser Sozialraum-Bezug des Roten Kreuzes durch die vorausgegangene Flüchtlingsarbeit in der ehemaligen Hauptschule bestehe. Ein Alleinstellungsmerkmal sei im Bereich der flexiblen Betreuungsangebote zu finden. Hier sei insbesondere die Teilnahme am Bundesprojekt „Kita Plus“ (erweiterte Öffnungszeiten) zu nennen.

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