Kirchturm wird beleuchtet Ins richtige Licht gerückt

Münster-Gievenbeck -

Der Kirchturm der Pfarrkirche St. Michael wird ins rechte Licht gerückt. Zwei neue LED-Leuchten strahlen das Gebäude an und setzen es ungewohnt in Szene. Auf Anregung der Initiative Ortskern Gievenbeck (IOG) zeichnet die Gemeinde Liebfrauen-Überwasser für diese neue Beleuchtung verantwortlich.

Von Kay Böckling
Über die neue Beleuchtung des Kirchturms von St.Michael durch leistungsstarke und dennoch unauffällige LED-Strahlen freuen sich (v.l.) Josef Rösmann, Verena Marx und Dr. Alfons Rensing.
Über die neue Beleuchtung des Kirchturms von St.Michael durch leistungsstarke und dennoch unauffällige LED-Strahlen freuen sich (v.l.) Josef Rösmann, Verena Marx und Dr. Alfons Rensing. Foto: kbö

In anderen Stadtteilen gehört die Beleuchtung von Gotteshäusern längst zum festen Bestandteil des Ortsbilds und trägt deutlich zu dessen optischer Aufwertung bei. Nun wird auch der Kirchturm der Pfarrkirche St. Michael ins rechte Licht gerückt. Zwei neue LED-Leuchten strahlen das Gebäude an und setzen es ungewohnt in Szene. Auf Anregung der Initiative Ortskern Gievenbeck (IOG) zeichnet die Gemeinde Liebfrauen-Überwasser für diese neue Beleuchtung verantwortlich.

„Der Kirchturm von St. Michael wird künftig derart beleuchtet, dass es dort nicht taghell ist, sondern dass die Konturen zur Geltung kommen“, sagt Verena Marx von der IOG. „Es wird deutlich: Die Kirche gehört ins Zentrum, sie ist im Zentrum und das wird so noch einmal unterstrichen.“

Die Beleuchtung, die am Vorabend des ökumenischen Pfarrfestes am 23. September erstmals offiziell eingeschaltet wird, war schon seit Jahren Thema im Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde, wie Dr. Alfons Rensing sagt. Er ist Mitglied im Kirchenvorstand und dort im Bau- und Liegenschaftsausschuss tätig. „Wir haben das aber zurückgestellt.“ Der Grund: „Wir sahen das damals noch nicht als dringlich an.“

In jüngster Vergangenheit sei das Thema aber wieder aufgekommen, angekurbelt durch die IOG. Diese habe sich unter anderem auch mit der mangelnden punktuellen Ausleuchtung verschiedener Stellen im Gievenbecker Zentrum rund um die Michael-Kirche auseinander gesetzt. „Dann haben wir diese Thematik wieder in den Kirchenvorstand hineingebracht“, so Rensing. „Auch wir wollten natürlich einen Beitrag leisten für die Verschönerung des Ortskerns.“

Nach Vorstellung des Projekts herrschte Einigkeit im Kirchengremium: Rensing: „Auch wir finden natürlich eine Kirche, die beleuchtet ist, in den Abendstunden viel schöner und attraktiver.“ Und Verena Marx ergänzt: „Man nimmt den Kirchturm ganz anders wahr.“

Die Mutter aller Fragen in diesem Zusammenhang ist die der Finanzierung. „Da das ganze Thema ohnehin schon einmal im Kirchenvorstand behandelt wurde, und auch andere Kirchtürme beleuchtet werden, haben wir den Beschluss gefasst, die Beleuchtung aus eigenen Mitteln zu tragen“, so Rensing.

Zwei moderne und unscheinbare LED-Scheinwerfer sorgen für ein weiches Licht. „Der Vorteil, dass wir so lange gewartet haben, ist die Tatsache, dass wir jetzt modernste Technik einsetzen können“, meint Verena Marx. Das habe zur Folge, dass die Leuchten unscheinbar und die Stromkosten deutlich günstiger seien, als beispielsweise bei einer zwei- bis drei Jahre älteren Technik.

Angeschlossen sind die beiden Leuchten an die bereits vorhandenen Lampen an der Kirche. Diese werden durch einen Dämmerungsschalter aktiviert. Allerdings gibt es Anlässe, an denen die Beleuchtung ausbleibt, wie beispielsweise zu Ostern, wie Rensing sagt: „Beim Osterfeuer würde eine Beleuchtung stören.“

Nach Auskunft von Josef Rösmann sind die jetzt zu aktivierenden LED-Leuchten der Auftakt zu einem ganz neuen Beleuchtungskonzept für das Zentrum: „Weitere Aktionen dieser Art werden folgen.“

Nach Testversuchen wird der Hebel während eines feierlichen Akts am 23. September gegen 20 Uhr erstmals umgelegt, und die Beleuchtung erstrahlt dann stets zur Dämmerung – mit einigen Ausnahmen.

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