Sanierung der Sportanlage abgeschlossen Ein neues Sportvergnügen

Münster-Gievenbeck -

Der Bauzaun ist verschwunden, die Tartanschicht strahlt wieder in sattem Rot: Die Sanierung der Sportfläche am Gievenbecker Fachwerk zwischen dem Kunstrasenplatz und den Speckbrett-Feldern ist abgeschlossen.

Von Kay Böckling
Ein Bild von der neuen Tartan-Spielfläche machten sich jetzt nach der Fertigstellung Fachwerk-Leiter Alfons Egbert (r.) sowie Landschaftsarchitekt Arne Kohler, der beim Sportamt zuständig war für die Sanierung.
Ein Bild von der neuen Tartan-Spielfläche machten sich jetzt nach der Fertigstellung Fachwerk-Leiter Alfons Egbert (r.) sowie Landschaftsarchitekt Arne Kohler, der beim Sportamt zuständig war für die Sanierung. Foto: Kay Böckling

Allerdings hat die Instandsetzung doch etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, als vom städtischen Sportamt vorgesehen. Nun ist die Sportanlage aber wieder im kompletten Umfang zu nutzen. Die Kosten betragen 85 000 Euro.

Die Arbeiten begannen nach Auskunft von Landschaftsarchitekt Arne Kohler , der beim Sportamt zuständig war für die Sanierung, Mitte Mai. Jetzt erfolgte die Bauabnahme. „Ab sofort ist die Fläche wieder bespielbar“, sagt Kohler. Kleinere Restarbeiten seien aber noch zu erledigen.

Die alte Tartanfläche war rund 20 Jahre alt. Die Sanierung war laut Kohler nötig geworden, da Teile der Spielfläche im Laufe der Zeit abgesackt seien: „Das zeigte sich immer dort, wo nach Regenschauern das Wasser stand.“ Eigentlich sei der Belag des Sportplatzes über das gesamte Jahr zu nutzen. Doch speziell im Winter stellten die sich bildenden Eisschichten doch eine gewisse Gefahr dar.

„Noch ein wesentlicher Faktor für die Notwendigkeit der Sanierung war die Tatsache, dass die sogenannte Nutzschicht verbraucht und abgenutzt war“, weiß der Landschaftsarchitekt. „Sie war sehr glatt bei Feuchtigkeit und somit kaum noch bespielbar.“

Die Arbeiten stellten sich recht umfangreich dar: Zunächst musste der alte Kunststoff-Belag abgezogen und fachgerecht entsorgt werden, wie Kohler schildert: „Als erster Schritt wird der Boden eingeschnitten.“ Dann müssten die ein bis zwei Quadratmeter großen Stücke abgetragen werden.

Aufgrund der partiellen Absenkung der unter dem Kunststoffbelag liegenden Asphaltschicht musste diese komplett ausgebaut und neu aufgebracht werden. Um das Höhenniveau zu halten, mussten 30 Tonnen Schotter eingearbeitet werden. Darauf wurden dann der neue Asphalt sowie der Kunststoffbelag aufgetragen – in zwei Lagen, wie Kohler beschreibt: „Der Belag besteht aus einer Basisschicht, die rund zehn Millimeter dick ist.“ Darüber werde ein Granulat aufgebracht.

Eigentlich hätte die Fertigstellung schon vor einigen Wochen – also noch innerhalb der Ferien – erfolgen sollen. Zur Problematik sagt Kohler: „Wir haben eigentlich nur vier Firmen, die diese Arbeiten noch ausführen – zwei davon sitzen in Norddeutschland, zwei in NRW.“ Wenn man sich vorstelle, dass Münster über 50 Laufbahnen inklusive dieser Kleinspielfelder verfüge und dem die bundesweite Zahl gegenüber stelle, komme es zwangsläufig zu Engpässen.

Auch wenn man im Fachwerk nun froh ist, dass der Sportplatz wieder zu nutzen ist, hätte Fachwerk-Leiter Alfons Egbert doch gerne den sanierten Tartanplatz während der Ferienbetreuung genutzt. „Glücklicherweise konnten wir auf den Kunstrasenplatz ausweichen.“

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