Drittligist in Gievenbeck Hoffen auf die Sensation

Münster-Gievenbeck -

Es ist alles andere als ein normales Fußballspiel für den 1. FC Gievenbeck: In der zweiten Runde des Westfalenpokals gastiert Drittligist Lotte im Sportpark am Gievenbecker Weg. Auch abseits des Spielfelds ist das eine Herausforderung für den Verein.

Von Kay Böckling
Daumen hoch für ein tolles Pokalspiel: Diesem fiebern (v.l.) FCG-Vereinsvorsitzender Jörg Rüsing, der sportliche Leiter Stephan Zurfähr sowie Martin Gerlach vom Haupt-Trikotsponsor entgegen.
Daumen hoch für ein tolles Pokalspiel: Diesem fiebern (v.l.) FCG-Vereinsvorsitzender Jörg Rüsing, der sportliche Leiter Stephan Zurfähr sowie Martin Gerlach vom Haupt-Trikotsponsor entgegen. Foto: Kay Böckling

Natürlich kribbelt es in den Fingern. Der ganze Verein fiebert diesem Spiel entgegen. Schließlich gibt nicht alle Tage ein Bundesligist seine Visitenkarte im Fußballstadion am Gievenbecker Weg ab: In der zweiten Runde des Westfalen-Pokals tritt Drittligist SF Lotte beim 1. FC Gievenbeck an. Und die Hausherren setzen im Vorfeld alles daran, ein vorbildlicher Gastgeber zu sein. Eine Aufgabe, die durchaus auch eine logistische Herausforderung darstellt, wie Vereins-Vorsitzender Jörg Rüsing sagt.

Wie viele Zuschauer kommen werden, vermag man im FCG-Lager nur schwer zu schätzen. Rüsing: „Wir richten uns auf 1000 bis 1500 Zuschauer ein.“ Eine Zahl, der das Gievenbecker Stadion durchaus gewachsen ist, wie der Vorsitzende sagt: „Bei einem Freundschaftsspiel gegen Schalke waren es rund 3000 Gäste.“

Wer ein solches Spiel ausrichtet, mus sich auch und in erster Linie auf ehrenamtliche Helfer verlassen. Und das kann Rüsing: „Wir haben Sonntag nach dem Meisterschaftsspiel kurzfristig die Planung gemacht. Die Schwierigkeit war dabei die kurzfristige Ansetzung des Spiels. Aber wir haben rund 50 Leute, die in Gruppen eingeteilt sind. Sie werden uns helfen und unterstützen.“

Rüsing ist stolz darauf, die Organisation in der Kürze der Zeit stehen zu haben: „Unser Platzwart hat beispielsweise seinen Urlaub abgebrochen, damit die Anlage auch in einem guten Zustand ist.“ Andere hätten Termine verschoben, es hätten auch Personen ihre Hilfe angeboten, die man sonst nicht so häufig auf der Anlage sehe und die dennoch bemerkt hätten, dass Hilfe benötigt wird.

Wichtig ist es laut FCG-Chef, dass sich die Anlage für ein solches Spiel in einem „Top-Zustand befindet“. Dann gelte es, den erhöhten Anforderungen im gastronomischen Bereich Rechnung zu tragen. Da auch ein enormer Zuschauerzuspruch erwartet wird, „mussten wir das Team der Kassierer verdreifachen“, so Rüsing. Zudem sei es natürlich notwendig gewesen, ein Ordner-Team zusammenzustellen.

Auch rechnet Jörg Rüsing mit einem kleinen Chaos auf dem Parkgelände, das nicht für die zu erwartende Zuschauermenge ausgelegt ist. Zwar stünden noch Stellplätze an der gegenüberliegenden Waldorfschule zur Verfügung. Dennoch appelliert der FCG-Vorsitzende an die Gäste, möglichst mit dem Bus oder dem Rad anzureisen.

Zu Lotte haben die Gievenbecker übrigens eine ganz besondere Bindung: So ist der Gievenbecker Torwart-Trainer in gleicher Funktion beim Drittligisten tätig. Gleiches gilt für den medizinischen Ansprechpartner. Den ehemaligen Lotte-Trainer Ismail Atalan , der seine Karriere am Gievenbecker Weg begann, haben die FCG-Verantwortlichen auch eingeladen.

Rüsings Tipp gegen den haushohen Favoriten: „Ein Gievenbecker Sieg nach Elfmeterschießen. Wir wollen die Sensation schaffen, aber dazu brauchen wir die Unterstützung der Zuschauer. Je mehr Zuschauer kommen, desto eher ist eine solche Sensation auch möglich.

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