Kommentar Vermieter ist in der Pflicht: Der Schimmel muss weg

Auch wenn die Mitarbeiter des Gesundheitsamts keine unmittelbare gesundheitliche Gefahr für die Nachbarn der Schimmelwohnung sehen, lässt sich eine Tatsache nicht wegdiskutieren: Der Befall ist ekelig, er sorgt für Gestank und sehr wohl für eine gesundheitliche Belastung. Die Frage ist jetzt: Wer ist hier in der Pflicht zu handeln?

Von Kay Böckling

Der laute Ruf nach dem Gesundheits- oder dem Ordnungsamt ist in diesem Fall allerdings fehl am Platze. Die Fachämter wurden bereits tätig. Nämlich zu dem Zeitpunkt, als es nötig war, in dem sie die Gefahrenquelle beseitigen ließen. Da aber jetzt – und nun muss man den Fachleuten einfach einmal Glauben schenken – vom besagten Schimmel keine akute Gefahr ausgeht, hört hier die Zuständigkeit der Ämter auf.

Vielmehr ist es am Vermieter, also an der betreffenden Wohnungsgesellschaft als Besitzerin, jetzt für eine Beseitigung des Schimmels zu sorgen. Denn durch dieses Treppenhaus zu gehen, ist eine Zumutung. Ein subjektives Rechtsempfinden fordert zügiges Handeln. Ist ein Vermieter nicht sogar verpflichtet, eine Wohnung im Bedarfsfall derart zu sanieren, dass sie weiter bewohnbar bleibt? Und nicht zuletzt auch keine Belastung für die Nachbarn darstellt?

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Eigentlich weiß das auch der Vermieter. Angekündigten Mietminderungen aus dem Haus hat er nach unseren Informationen bislang zumindest noch nicht widersprochen. Ein Schuldeingeständnis? 

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