Preußen-Trainer Möhlmann beim Talentschuppen Benno mal ganz persönlich

Münster-Gievenbeck -

Jens Lehmann, Olaf Thon oder Sebastian Kehl – die Liste der Kicker-Persönlichkeiten, die dem Fußball-Talentschuppen einen Besuch abstatteten, ist seit gestern um meinen prominenten Namen reicher.

Von Kay Böckling
Sein Bad in der Fan-Menge genoss Benno Möhlmann bei seinem Besuch des Fußball-Talentschuppens sichtlich. Für die Beantwortung der zahlreichen Fragen nahm er sich sehr viel Zeit und bezog die Kinder auch mit ein. Anschließend hatten die Nachwuchskicker die Gelegenheit, ein Autogramm des bekannten Trainers zu erhaschen.
Sein Bad in der Fan-Menge genoss Benno Möhlmann bei seinem Besuch des Fußball-Talentschuppens sichtlich. Für die Beantwortung der zahlreichen Fragen nahm er sich sehr viel Zeit und bezog die Kinder auch mit ein. Anschließend hatten die Nachwuchskicker die Gelegenheit, ein Autogramm des bekannten Trainers zu erhaschen.

Benno Möhlmann (63), Trainer des Drittligisten Preußen Münster , schaute auf der Sportanlage des 1. FC Gievenbeck vorbei, um sich den interessierten Fragen der jungen Kursusteilnehmer zu stellen. Natürlich durfte auch eine Autogrammstunde nicht fehlen.

Es ist kurz nach der Mittagspause. Die 132 Kinder des Fußball-Camps, das Scotty Pieper zum mittlerweile 56. Mal organisiert, erwarten sehnsüchtig den bekannten Gast. Alle versammeln sich auf der Tribüne des FCG-Stadions. Pieper macht den Einheizer, stimmt den Schlachtruf „Preußen Münster“ an. Und die Nachwuchskicker machen begeistert mit. In dem Moment taucht auch schon der prominente Fußball-Lehrer auf. Ihm gefällt die lautstarke Begrüßung sichtlich.

Scotty Pieper übernimmt die Moderation, bricht das erste Eis. Wie Möhlmanns erstes Fazit der noch jungen Saison aussieht, was aus der früheren Heimstärke des SC Preußen geworden ist, oder ob es personelle Verstärkungen für das Team gibt, will er wissen. Zudem lässt Möhlmann (immerhin beim Hamburger SV sowie Arminia Bielefeld Trainer mit Erstliga-Erfahrung) seine Trainer-Karriere Revue passieren.

Dann sind die Kids an der Reihe. „Wie wird man Profi?“, möchte ein Camp-Teilnehmer wissen. „Das kann man nicht studieren, man muss gut sein und andere auf sein Können aufmerksam machen“, verrät der Preußen-Trainer. „Der Rest kommt von allein.“ Ob er mit seinen Spielern zufrieden ist? „Na klar, das sind alles anständige Kerle.“ Natürlich gebe es Situationen, in denen er mal unzufrieden sei, gibt Möhlmann zu. „Aber grundsätzlich ist alles prima.“

Der Preußen-Trainer nimmt sich sehr viel Zeit für die Fragen seiner Fans, er wirkt erfrischend unkompliziert. Und er geht auf die Kinder auch persönlich ein: Ob er mit seinen Preußen auch mal in der ersten Fußball-Bundesliga spielen möchte, will ein Junge wissen. Möhlmann denkt nicht lange nach: „Natürlich, aber das ist bei mir auch eine Frage des Alters. Bis ihr soweit seid, bei den Senioren zu spielen, bin ich vielleicht kein Trainer mehr.“

Natürlich dürfen auch Fragen nach den größten Erfolgen bei einem so bekannten Trainer und ehemaligen Profi-Kicker nicht fehlen. „Erfolg“, sagt Möhlmann „ist immer das, was man auch als Erfolg bewertet.“ Seine Nominierung für die Jugendnationalmannschaft sei für ihn ebenso ein Erfolg gewesen, wie der damalige Aufstieg mit Werder Bremen in die erste Liga. Und welche Vorbilder hat ein Trainer wie Möhlmann? Von Otto Rehagel habe er sich einiges abgeschaut, gesteht er, um dann seinen jungen Zuhörern noch etwas mit auf den Weg zu geben: „Man sollte selbst schauen, was man schaffen kann – und nicht versuchen, jemanden zu kopieren.“

Zum Thema

Am aktuellen Talentschuppen, der bis Freitag läuft, nehmen 132 Kinder teil, die von 18 Trainern betreut werden. Es geht nicht allein um Fußball, wie Scotty Pieper sagt, sondern auch um Sozialkompetenzen. Für den Talentschuppen in den Herbstferien sind noch Plätze frei. Infos auf der Homepage: www.fussball-talentschuppen.de

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