Gievenbeck-Mitte Neue Ideen für das Zentrum

Münster-Gievenbeck -

Die Gievenbecker Ortsunion drückt aufs Gaspedal, wenn es um die Neugestaltung der Ortsmitte rund um die Michaelkirche geht. Seit Jahren – wenn nicht sogar Jahrzehnten – ist diese Umgestaltung auf der politischen Agenda, ohne dass sich bislang etwas Entscheidendes getan hat.

Von Kay Böckling
Weitere Vorschläge für ein attraktiveres Zentrum rund um die Michaelkirche stellten jetzt CDU-Ratsherr Richard Michael-Halberstadt, Mechthild Neuhaus von der Ortsunion sowie Bezirksvertreter Thomas Lilge (v.l.) vor.
Weitere Vorschläge für ein attraktiveres Zentrum rund um die Michaelkirche stellten jetzt CDU-Ratsherr Richard Michael-Halberstadt, Mechthild Neuhaus von der Ortsunion sowie Bezirksvertreter Thomas Lilge (v.l.) vor. Foto: kbö

Jetzt stellen die Christdemokraten zwei Prüfanträge, die in die nächste Beratungskette einfließen – und die unmittelbar das Zentrum betreffen.

Zum einen sollen die städtischen Grundstücke vor der Michaelkirche und der Michaelschule unter der Prämisse „Sicherer Schulweg“ in die Umgestaltung der Ortsmitte einbezogen werden. Zentrales Stichwort ist hier unter anderem „Tempo 30“. Des Weiteren soll die Stadt prüfen, inwiefern Möglichkeiten bestehen, die Oxford-Erschließung über den Arnheimweg auch durch den ÖPNV erfolgen zu lassen – als „attraktive Wegeverbindung“, wie die CDU sagt. Entsprechende Vorschläge bringen die Christdemokraten in die nächste Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West (7. September) ein.

Nun, wo die Umgestaltung der ehemaligen Oxford-Kaserne in mittelbare Nähe rückt, betrifft das natürlich auch den Gievenbecker Ortskern. Denn: Die Erschließung des neuen Quartiers soll unter anderem auch über den Arnheimweg erfolgen. Dieser sowie die Ortsmitte müssen für die neue Aufgabe gerüstet sein. Voraussetzung für die Neugestaltung des Kasernen-Areals sind natürlich die Grundstücksverhandlungen der Stadt Münster mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die zu einem positiven Ende führen müssen.

Eigentlich hatte die Stadt Münster angekündigt, noch vor der Sommerpause einen Verwaltungsvorschlag zu unterbreiten, der sich unter dem Titel „Gievenbeck Ortsmitte“ mit dem Bereich um die Michaelkirche sowie dem Arnheimweg beschäftigt. „Auf Nachfrage haben wir erfahren, das diese Vorlage verspätet in die im September beginnende Beratungskette aufgenommen wird“, so Mechthild Neuhaus von der Gievenbecker Ortsunion.

„Die Grundvorstellung im Zusammenhang mit dem Oxford-Quartier ist ja, dass Gievenbeck mehrere Zentren hat, die mit der in der Mitte gelegenen Kaserne verbunden werden sollen“, sagt Mechthild Neuhaus. Dass Gievenbeck eine Verbundenheit findet, sei in den verschiedenen Bürger-Workshops stets zum Ausdruck gebracht worden. Voraussetzung dafür sei es aber, die jeweiligen Zentren auch zu stärken – so wie am Arnheimweg.

Ein Teil der angedachten Veränderung ist die Schließung des jetzigen Kreuzungsbereichs Von-Esmarch-Straße/Arnheimweg. „Der Verkehr könnte dann über den sogenannten Thierse-Schinken – also den jetzigen Parkplatz an der Sparkasse – erfolgen“, erläutert Bezirksvertreter Thomas Lilge. Das hätte eventuell auch eine verkehrsberuhigende Wirkung. Zudem würde dann auf dem entfallenden Straßenabschnitt eine Freifläche entstehen, die deutlich mehr Aufenthaltsqualität bieten würde und vielleicht auch als eine Art Marktplatz genutzt werden könnte.

Um eine bauliche Veränderung des Arnheimwegs kommt die Stadt bei der Realisierung des Oxford-Quartiers wohl nicht herum. Dafür dürfte der zu erwartende zunehmende Verkehr sorgen. Um auch Bussen die Durchfahrt zu ermöglichen, müssten beispielsweise die Freiburger Kegel verschwinden. Dass „ein Miteinander von Fußgängern, Radfahrern, Pkw und gegebenenfalls Bussen möglich ist“, davon hat sich Mechthild Neuhaus persönlich überzeugt: „In Kevelaer hat man eine ähnliche Platzsituation geschaffen – und es funktioniert.“

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