Gefahr für Gesundheit Schimmelbefall: Ordnungsamt schreitet ein

Münster-Gievenbeck -

Wegen permanentem Gestank haben sich Nachbarn einer Mietswohnung in Gievenbeck an das Ordnungsamt gewandt. Die Ursache des Geruchs: Schimmel.

Von Anna Spliethoff
Das Ordnungsamt musten in Gievenbeck wegen Schimmelbefalls einschreiten.
Das Ordnungsamt musten in Gievenbeck wegen Schimmelbefalls einschreiten. Foto: Oliver Werner

Männer in weißen Anzügen sorgten in der Straße Borkenfeld bereits am Montagmorgen für Aufsehen. Mit dabei waren Einsatzkräfte der Polizei , die laut Pressesprecher Mirko Stein jedoch „Amtshilfe“ leisteten. Tätig war das städtische Ordnungsamt .

„Wir hatten Beschwerden von Nachbarn vorliegen“, erklärte Martin Wiemer , Mitarbeiter des Ordnungsamts am Donnerstag. Diese hätten über Geruchsbelästigungen geklagt, die durch Schimmel entstanden seien. „Die Schilderungen der Nachbarn waren so, dass eine Gefahr für die Gesundheit nicht auszuschließen war“, betonte Wiemer. Das Ordnungsamt habe in so einem Fall die Pflicht zu prüfen, ob Infektionsgefahr bestehe.

„Das hat sich bewahrheitet“, machte der Mitarbeiter des Ordnungsamtes deutlich. An der Eingangstür hätten Mitarbeiter des Amtes bereits vor einiger Zeit Schimmel entdeckt. „Wir haben den Hygienekontrolleur des Gesundheitsamtes hinzuzogen“, erklärte Wiemer das weitere Vorgehen.

Der habe sich in der Wohnung umgesehen und „einige Gegenstände entdeckt, die mit Bakterien behaftet waren, von denen eine Infektionsgefahr ausgeht“. Dem Mieter sei eine Frist gesetzt worden, um die Wohnung zu entrümpeln und vor allem zu reinigen.

„Dem ist er nicht nachgekommen“, erläuterte Wiemer. Deshalb rückten am Montagmorgen Fachkräfte an. Mit weißen Schutzanzügen bekleidet, seien sie eingeschritten, um die Wohnung auszuräumen und zu desinfizieren.

Anzeigen wegen Geruchsbelästigungen, die womöglich auf Schimmel zurückzuführen seien, gebe es häufig, sagte Wiemer. Dass das Ordnungsamt eingreifen müsse, sei jedoch selten. Denn: „Ohne Gefahr dürfen wir nicht einschreiten.“

Das Ordnungsamt könne nur handeln, wenn von einer Gesundheitsgefährdung ausgegangen werden könne. „Das ist dann auch keine normale Vermüllung mehr“, so Wiemer. Auch privatrechtlich könnten solche Probleme gelöst werden. Man könne an den Vermieter herantreten, der dem Mieter die Wohnung dann kündigen könne.

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