Ganztags-Ferienbetreuung im Fachwerk unternimmt „Reise nach Ägypten“ Wenn Streitwagen friedlich werden

Münster-Gievenbeck -

Ganz anders als geplant schmückten 20 Ferien-Kinder ihre „Rennwagen“. Und Papas Namen können sie auch schon in Hieroglyphen schreiben.

Von Jan Schneider
Kuh und Einhorn: Kinder der Ferienbetreuung im Fachwerk dekorierten ihre Gefährte nach eigenen Ideen. Die Betreuer Jonas Keller (v.l.), Lisa Schrichten, Arne Nipper und Maike Wildermann freuts.
Kuh und Einhorn: Kinder der Ferienbetreuung im Fachwerk dekorierten ihre Gefährte nach eigenen Ideen. Die Betreuer Jonas Keller (v.l.), Lisa Schrichten, Arne Nipper und Maike Wildermann freuts. Foto: jans

Streitwagen sollten sie bauen, die 20 Kinder bei der GanztagsFerienbetreuung im Fachwerk. Schließlich heißt das Thema der ersten Betreuungswoche ja auch „Reise nach Ägypten“. Lisa Schrichten, die die Betreuung leitet, sowie ihre Helfer Maike Wildemann , Arne Nipper und Jonas Keller malten sich aus, wie junge Pharaoninnen und Pharaonen in den Wagen ein zünftiges Rennen absolvierten. Das Rennen wird es geben, die Streitwagen nicht.

Die Kinder hatten nämlich in den ersten Tagen der Ferienbetreuung ganz andere Ideen, wie die Gefährte auf Kettcar-Basis zu schmücken seien. So entstanden eine Renn-Kuh und ein vierrädriges Einhorn. So was habe es im alten Ägypten ja vielleicht auch gegeben, sagt Schrichten augenzwinkernd.

Seit Montag laufen die Ferienbetreuungen im Fachwerk und im La Vie. „Selbst gemacht, leicht gemacht“ heißt dort die Devise.

Gewänder

Gebastelt wird aber auch im Fachwerk. Die Kinder schneiderten sich am Montag ägyptische Gewänder, klebten Herrscherkronen zusammen und versuchten sich an Gipsmasken.

Dann folgte Dienstag die durch die Steppkes leicht abgeänderte Gestaltung der beiden Wagen. Das geplante Rennen verschob man aber lieber. Der heiße Nachmittag wurde bei einer Wasserschlacht verbracht. 50 Ferienkinder aus dem Fachwerk, dem La Vie sowie der Betreuungseinrichtung in der ehemaligen Oxford-Kaserne fuhren dann am Mittwoch zum Maxi-Park nach Hamm und hatten viel Spaß bevor abends der große Regen kam.

Bilderschrift-Zeichen

„Tontafeln“ mit Hieroglyphen beschreiben war das Thema am Donnerstagmorgen. Dazu hatten die Betreuer Bedeutungslisten der einzelnen Bilderschrift-Zeichen verteilt. Mit Holzgriffeln ritzten dann die Kinder ihre Botschaften in eine selbst aushärtende Knetmasse. Neele (7) schrieb gleich mal den Vornamen ihres Vaters. „Guido“ in Hieroglyphen besteht demnach unter anderem aus einer Hand und zwei Vögelchen.

Nachmittags wurden dann Pyramiden aus Kisten gebaut. Dafür war kluge Vorratshaltung im Fachwerk nötig. „Wenn wir irgendeinen Karton geliefert kriegten, haben wir ihn zur Seite gestellt“, sagt Lisa Schrichten lachend. Mit einer Schatzsuche endet die erste Woche der Ferienbetreuung am heutigen Freitag. Ach ja: Vorher muss noch das Wagenrennen stattfinden.

Afrika und Japan

In der nächsten Woche werden von 8 bis 16 Uhr Afrika und Japan von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Ferienbetreuung im Fachwerk erkundet. Wieder werden Kinder aus den Klassen eins bis vier daran teilnehmen. „Die Plätze sind alle belegt, es ist sehr begehrt“, so Schrichten.

Und wenn jemand Ägypten, Afrika oder Japan nichts abgewinnen kann? „Jedes Kind kann seinen Interessen nachkommen“, so Schrichten weiter. Es gebe daher viel Zeit für freies Spiel. Natürlich werden die Kinder auch befragt, wie ihnen die Betreuung gefällt. Häufigste Antwort ist dabei laut Schrichten: „Ich fand heute alles gut.“

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