Zehnjähriges Bestehen St. Franziskus: Eine Gemeinde und ein Chor

Münster-Coerde -

Zehn Jahre ist es her, dass sich die Gemeinden St. Thomas Morus und St. Norbert zusammengeschlossen haben. Mit ihnen auch die Chöre. Gemeinsam wurde das Jubiläum jetzt gefeiert.

Von Claus Röttig
Die Chorgemeinschaft präsentierte das Weihnachts-Oratorium von Heinrich Fidelis Müller. Seit zehn Jahren singen die knapp 40 Männer und Frauen nun in dieser Besetzung zusammen. Die Leitung hat Wolfram Roth.
Die Chorgemeinschaft präsentierte das Weihnachts-Oratorium von Heinrich Fidelis Müller. Seit zehn Jahren singen die knapp 40 Männer und Frauen nun in dieser Besetzung zusammen. Die Leitung hat Wolfram Roth. Foto: Claus Röttig

Auf dem kleinen Parkplatz vor dem Freizeitheim standen die Autos bereits eine Stunde vor Beginn dicht an dicht. Das verriet bereits, dass etwas Besonderes in der Kirche St. Norbert stattfinden musste. Die Gemeinde St. Franziskus und die dazu gehörige Chorgemeinschaft feierten den Auftakt zum Jubiläumsjahr, seit zehn Jahren besteht die Gemeinde nun. Zu hören gab es das Weihnachtsoratorium von Heinrich Fidelis Müller. Das Jahr steht ganz im Zeichen des Geburtstages.

„Ein Oratorium ist für einen Kirchenchor schon eine besondere Herausforderung”, sagte Schriftführer Hans-Ulrich Hillebrand. Man habe sich schon seit einem halben Jahr vorbereitet, denn anlässlich des Jubiläums wollten die Sänger etwas Besonderes zeigen. „Da bietet sich Weihnachten einfach an.”

Begleitet wurden die rund 40 Sänger, die von Wolfram Roth geleitet werden, durch die Solisten Wilfried Stening als Tenor und Maria Tölle als Sopran. Werner Abbing lockerte die sechs Sätze des Oratoriums, die thematisch die Weihnachtsgeschichte aufgreifen, mit Lesungen auf.

Sopranistin Maria Tölle unterstützte den Chor. Foto: Claus Röttig

Doch bis die Musiker so gut miteinander harmonierten, war es ein langer Weg: Denn gerade der Anfang der Chorgemeinschaft war vom gegenseitigen Kennenlernen geprägt. „Alles hat mit der Fusion von St. Thomas Morus und St. Norbert begonnen, auch wenn sich die beiden Kirchenchöre schon vorher kannten”, so Hans-Ulrich Hildebrand. Bereits vor der Fusion habe man ab und zu gemeinsam gesungen, aber nur selten. Der Schriftführer erinnert sich: „Wir sind vielleicht einmal im Jahr zusammen aufgetreten.”

Insbesondere Chorleiter Roth, der schon seit Beginn der Chorgemeinschaft dabei ist, hat die Anfänge noch gut im Gedächtnis: „Es war gar keine Zeit, Probleme mit dem Zusammenzuwachsen zu bekommen. Denn bereits einen Monat nach der Zusammenlegung hatten wir unseren ersten Auftritt.” Und auch der Höhepunkt der vergangenen zehn Jahre kommt Roth sofort in den Sinn: „Ganz sicher der Gottesdienst, der live im Deutschlandfunk übertragen wurde.”

Auch Tenor Wilfried Stening gab während des Konzerts Solo-Einlagen. Foto: Claus Röttig

Auch Pfarrer André Sühling erinnert sich an die Arbeit in der Gemeinde: „Es herrschte damals Aufbruchstimmung in St. Franziskus, man machte sich Gedanken, worum es bei Gemeinde eigentlich geht.“ Gemeinderatswahlen seien hinzugekommen. „Wir haben uns zusammengesetzt und uns überlegt, wo wir Schwerpunkte setzen wollen“, so der Geistliche. Zwei seien herausgekommen.

„In der Gemeinde Thomas Morus machen wir uns Gedanken darüber, wie man Dinge neu angehen kann und haben die Gruppe ‚Fenster öffnen‘ ins Leben gerufen.“ In Coerde seien ein gemeinnütziger Verein gegründet und Familienpatenschaften eingerichtet worden. Sühling: „Doch die Erfolge sind kein Grund, sich auszuruhen. Wir stellen uns immer wieder die Frage, welche Impulse noch kommen.“

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