Regierungspräsidentin Dorothee Feller ist neue Trägerin des Mückenstichordens Von der Coermücke gestochen

Münster-Coerde -

Es summt und brummt und plötzlich ist er da: Ein Mückenstich ist für gewöhnlich eine äußerst ungeliebte Begebenheit. Nicht so bei Dorothee Feller. Denn die Coermücke des Coerder Carnevalsclubs (CCC) hat die neue Regierungspräsidentin von Münster für ihren berühmt-berüchtigten Stich auserkoren.

Von Franziska Eickholt
Regierungspräsidentin Dorothee Feller freut sich über die Auszeichnung mit dem Mückenstichorden. Für den Coerder Carnevalsclub gratulierten (v.r.): Matthias Baum, Robert Erpenstein, Albert Holling und Rainer Pott.
Regierungspräsidentin Dorothee Feller freut sich über die Auszeichnung mit dem Mückenstichorden. Für den Coerder Carnevalsclub gratulierten (v.r.): Matthias Baum, Robert Erpenstein, Albert Holling und Rainer Pott. Foto: fre

Feller tritt damit in die Fußstapfen von rund 50 Trägern des Mückenstichordens aus Politik, Kirche und Kultur, die bereits Teil der seit 1973 bestehenden Tradition sind.

„Die Bezirksregierung hat beim CCC schon immer einen guten Ruf. Als Frau Feller vor wenigen Monaten zur neuen Regierungspräsidentin wurde, war uns klar, dass wir sie als eine der ersten Frauen unter unseren Ordensträgern im münsterischen Karneval bekannt machen wollen“, unterstrich der CCC-Vorsitzende und Ex-Stadtprinz Robert Erpenstein.

Für Feller war sofort klar: „Der Karneval ist eine Tradition, die unbedingt gepflegt werden muss. Man kann als Landesregierung gar nicht anders, als den Karneval zu unterstützen.“

Dennoch brennt der Regierungspräsidentin eine entscheidende Frage auf der Zunge: „Was genau muss ich als Ordensträgerin eigentlich tun?“ Erpenstein gibt Entwarnung: „Keine Sorge, der Stich der Coermücke tut nicht wirklich weh.“ Er sei lediglich mit etwas Unterstützung des Coerder Vereinslebens und des Karnevals verbunden.

Dorothee Feller kommt dieser Aufgabe gerne nach: „Das, was Vereine mit ehrenamtlichen Kräften schaffen, hat hohen Respekt verdient. Dieses Engagement macht unsere Gesellschaft aus.“

Spannend wird es am 20. Januar. Dann ist bei der großen Gala des CCC nach der Laudatio des letzten Ordensträgers, Helmut Etzkorn, die Bühne für Dorothee Feller frei. „Alles ist erlaubt. Sie dürfen sagen, was Sie schon immer einmal sagen wollten“, trug Erpenstein der Regierungspräsidentin mit einem Augenzwinkern auf.

Ob Feller auch das Coerder Mückenblut schmeckt, wird sich am Galaabend ebenfalls zeigen. Die Zutaten des rötlichen Getränks verrät der CCC nicht. „Die Mischung ist etwas eigenwillig“, räumt Elferratsmitglied Matthias Baum mit einem Schmunzeln ein.

Mückenblut hin oder her, Fellers Fazit ist klar: „Ich freue mich auf die Session.“

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