2400 Meter Gleis neu verlegt Gleisbauarbeiten in Münsters Norden

Münster-Coerde -

(Aktualisiert) Auch bei Nacht wurde unaufhörlich malocht: Die Bahnstrecke Münster – Rheine war am Wochenende rund um die Uhr eine Großbaustelle.

Von Reinhold Kringel
Präzisionsarbeit: Genaues Hinsehen ist bei den Arbeiten auf der Bahntrasse unumgänglich. Stolze 2400 Meter Gleis sollen binnen kurzer Zeit auf der Bahnstrecke zwischen Münster und Rheine neu verlegt werden.
Präzisionsarbeit: Genaues Hinsehen ist bei den Arbeiten auf der Bahntrasse unumgänglich. Stolze 2400 Meter Gleis sollen binnen kurzer Zeit auf der Bahnstrecke zwischen Münster und Rheine neu verlegt werden. Foto: Reinhold Kringel

Die Gleisbauer kommen alle aus dem Ruhrpott: aus Herne, Wanne-Eickel und Recklinghausen. Am Wochenende sind sie auf der Bahnstrecke nach Rheine im Bereich zwischen Münster-Nord und Greven eingesetzt und reparieren die Gleise im Aatal. Auch der Bahnübergang „In der Schlüppe“ wird erneuert.

2400 Meter Gleis haben sie in einer Nacht und einem Tag neu verlegt, es wird rund um die Uhr gearbeitet. Wenn eine Schicht fertig ist, kommt die nächste Kolonne und führt die Arbeiten fort. Neben den Gleisen stehen mächtige Scheinwerfer, die die Arbeit bei Nacht ermöglichen. Bis Montag um 4 Uhr soll es dort zur Sache gehen.

Nächtliche Arbeiten

Die Gleisarbeiter machen die Feinarbeit und passen die Gleise in der Höhe an, damit sie der Schweißtrupp in der Nachtschicht zusammenschweißen kann. Dazu werden die Gleise auf 25 Grad erwärmt, damit es bei höheren und tieferen Temperaturen keine bedenklichen Verwerfungen gibt.

„Früher gab es eine Lücke zwischen den Gleisstücken, aber die verursachte ein unangenehmes monotones Rattern, heute schweißen wir die Gleise direkt zusammen“, sagt Polier Matthias Schwarz aus Herne. Er hat auch schon im Ausland Gleise verlegt – in der arabischen Wüste zum Beispiel.

Stichwort: Gleisarbeiten

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„Die Schotter-Trassen sind mir am liebsten“, sagt er. „Auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken wird ganz anders gebaut – dort ist alles aus Beton und hochpräzise.“ Die Strecke nach Rheine ist für eine Geschwindigkeit von bis zu 160 Stundenkilometer gebaut, während die Hochgeschwindigkeitszüge bis zu 340 Kilometer pro Stunde erreichen.

Sperrung am Wochenende

„Morgen sind wir in Euskirchen“, sagt einer der starken Männer am Presslufthammer, „wir sind ständig unterwegs, früher in ganz Deutschland, aber jetzt sehen wir zu, dass wir möglichst am Abend wieder zu Hause schlafen können.“ Seine schönste Baustelle sei Heidelberg gewesen, erzählt er, da seien sie nur alle 14 Tage nach Hause gefahren.

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Die Schotter-Trassen sind mir am liebsten.

Matthias Schwarz, Polier

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Nach dem Verschweißen kommt die Stopfmaschine, die die Gleise anhebt und den Schotter fest rüttelt, damit das Gleis fest liegt und die Züge sicher darüber rasen können. , ist sich sicher: Am Montag läuft der Zugverkehr über die Strecke wieder normal – bis zum 11. August.

Bis 10 Uhr war der Bahnübergang, der eigentlich ab 4 Uhr wieder freigegeben werden sollte, am Montagmorgen (7.8.) noch gesperrt. Grund für die Verzögerung war, dass ein Spezial-Trupp, der für die Inbetriebnahme zuständig ist, aufgrund einer aktuellen Störung an einem anderen Bahnübergang erst später am Sprakeler Bahnübergang eintraf.

Für einige Tage konnte der Bahnübergang nicht überquert werden. Foto: Katrin Jünemann

Ab dem 11. August ab 22 Uhr wird die Strecke dann wieder für ein Wochenende gesperrt, um die Erneuerung des zweiten Teilstücks zwischen dem Zentrum Nord und Greven durchzuführen, berichtet der stellvertretender Bauleiter Marc Hucke. Insgesamt 5000 Meter sollen dann wieder auf Vordermann gebracht worden sein.

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