Ausstellung im Atelier Sandra Silbernagel
Ästhetische Abenteuer

Münster-Coerde -

Sandra Silbernagel und Ursula Schüllenbach laden am 13. November von 15 bis 19 Uhr zur Ausstellung „Congruentia“ ein. Am 19. und 20. November ist die Ausstellung „Congruentia“ erneut von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Ihren Besuchern empfehlen die beiden Künstlerinnen warme Kleidung und festes Schuhwerk.

Donnerstag, 03.11.2016, 22:11 Uhr

Sandra Silbernagel arbeitet mit Flusssteinen aus Südtirol.
Sandra Silbernagel arbeitet mit Flusssteinen aus Südtirol. Foto: kaj

Sandra Silbernagels lichtdurchflutetes Atelier in den Rieselfeldern ist ein inspirierender Ort für Kunst. Die Künstlerin arbeitet seit Langem mit uralten Steinen, als Blasen heißen Magmas erkaltet. Während sie in der Vergangenheit keine Scheu vor größten „Brocken“ zeigte, die nur mit Schwerlasttransportern bewegt werden können, präsentiert sie in der Ausstellung in ihrem Atelier am 13. November von 15 bis 19 Uhr kleinere, kompakte Flusssteine.

Einige stammen aus Bozen in Südtirol , andere – sogenannte Donau-Kiesel – aus Passau. Allen eigen ist eine fast samtig-glatte Oberfläche. „Congruentia“ lautet der Titel der Ausstellung, die der Frage nachgeht, worin körperliche Schönheit besteht. Im richtigen Verhältnis der Teile zueinander laute die Antwort bei Augustinus, so Silbernagel.

Dieses Dogma gelte auch für ihre Skulpturen. „Modelli“ nennt Silbernagel ihre kompakten Werke. Sie sucht Proportionen in der geschlossenen Form, zerlegt das Urgestein und setzt die Teile wieder zusammen. So entstehen „zarte, geometrische Linien“. Entfernt sie Teile, hinterlässt sie eine Fehlstelle. Ein spannendes ästhetisches Abenteuer , das die Aufmerksamkeit auf Material und Kunstwerk richtet.

Ursula (Usch) Schüllenbach präsentiert am 13. November großformatige Bilder. Sie arbeite oft in Serien. Variationen zu münsterischen Kirchen finden sich unter anderem in ihrem Ausstellungsbeitrag in den Rieselfeldern. Etwa der Dom mit Anspielungen auf St. Lamberti, der Dom mit einer Taube im „Paradies“ und vielem mehr.

Ursula Schüllenbach gestaltet fragmentierte Bildflächen auf altem Leinen, das aus ihrer Familie mit bäuerlichen Wurzeln stammt. Für sie auch ein Zeichen der Achtung für dieses Leben und die vielfältigen Aufgaben der Frauen früherer Generationen in der

Für Ursula Schüllenbach ist altes Leinen eine eigenwillige Basis für ihre künstlerische Arbeit.

Für Ursula Schüllenbach ist altes Leinen eine eigenwillige Basis für ihre künstlerische Arbeit. Foto: kaj

Landwirtschaft. Ihre transparenten Figuren zeigten „versonnene Einsamkeit und anmutige Verhaltenheit“.

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