Dreigeteilter Gottesdienst zur Gemeindekooperation findet am 28. Januar statt Abgrenzung zu einer Fusion

Münster-Wolbeck/Angelmodde -

Die evangelische Friedenskirchengemeinde und die evangelische Kirchengemeinde Wolbeck sind auf dem Weg zur Kooperation fast am Ziel.

Von Martina Schönwälder
Mit einem Gottesdienst  an drei Orten zur Gemeindekooperation hoffen (v.l.) Pfarrer Christian Plate, Presbyterin Beate Herber, Presbyter Hans-Georg Klose und Pfarrer Hartmut Hawerkamp einen guten Einstieg in ihre Kooperation zu finden.
Mit einem Gottesdienst  an drei Orten zur Gemeindekooperation hoffen (v.l.) Pfarrer Christian Plate, Presbyterin Beate Herber, Presbyter Hans-Georg Klose und Pfarrer Hartmut Hawerkamp einen guten Einstieg in ihre Kooperation zu finden. Foto: na

Zum Aufbruch auf neuen Wegen bereit sein, Gemeinsamkeiten fördern und ausbauen, aber trotzdem die Selbstständigkeit bewahren: Unter diesen Prämissen standen die im Juni 2016 aufgenommen Gespräche zwischen den Presbyterien der evangelischen Kirchengemeinde Wolbeck und der evangelischen Friedenskirchengemeinde mit dem erklärten Ziel eines Kooperationsvertrages zwischen den beiden Kirchengemeinden. „Von Beginn der Beratungen an war klar, dass mit Blick auf die Zukunft der Kirche, nur ein gemeinsamer Weg vorstellbar ist“, erklärte Pfarrer Hartmut Hawerkamp von der Friedenskirchengemeinde. Bei einem Pressegespräch wurden erstmals wichtige Punkte aus dem erarbeiteten, fast fertigen Kooperationsmodell vorgestellt.

Als eine gute Lösung im Pfarrdienst findet Hawerkamp, dass Pfarrer Christian Plate von der Wolbecker Kirchengemeinde 15 Prozent seines Dienstdeputats in der Friedenskirchengemeinde leiste, was in erster Linie die regelmäßige Übernahme von Gottesdiensten und Beerdigungen betrifft. Die Friedenskirchengemeinde refinanziert dies.

Die Gottesdienstzeiten wurden bereits synchronisiert (wechselnd 9.30 Uhr und 11 Uhr), so dass gegenseitige Vertretungen besser möglich sind. „Dann kann ich mein Gesicht auch in Wolbeck zeigen“, erklärte dazu Hawerkamp, schmunzelnd natürlich. Jeder fünfte Gottesdienst im Monat ist ein gemeinsamer Gottesdienst, der an einem der drei Kirchorte gefeiert wird.

„Es wird auch regelmäßig Sitzungen der beiden Presbyterien geben“, erklärt Hans-Georg Klose, Presbyter in der Christuskirche. Enge Kontakte zwischen den beiden Frauenhilfen sind vorgesehen, eine gemeinsame Kirchenband wurde bereits gegründet und der Kirchenchor der Friedens-Kirchengemeinde bringt sein musikalisches Jahresprogramm auch in Wolbeck zu Gehör.

Formell einigte man sich darauf, einen kirchenrechtliche Vereinbarung einzugehen. „Das bedeutet eine klare Abgrenzung von einer Fusion, denn die Gemeinden können ihre Selbstständigkeit behalten“, betont Hawerkamp. Der Vertrag ist allerdings noch nicht ganz unterschriftsreif. „Es sind noch ein paar formelle Schritte notwendig“, erklärt Plathe. Zudem gebe es noch Detailpunkte zu klären. Der Entwicklungsprozess ist also noch nicht zu Ende und wird es auch nicht sein, wenn der Vertrag unterschrieben wurde. Denn, so Presbyterin Beate Herbers von der Friedenskirchengemeinde, „der Weg geht auch dann weiter“.

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