Bilder mit Strahlkraft
Emotionen auf der Leinwand

Münster-Angelmodde -

Die Freckenhorster Malerin Barbara Oestreich zeigt 28 ihrer neuen Werke bis zum 4. März im Kunsthaus Angelmodde.

Donnerstag, 04.01.2018, 13:01 Uhr

Die schönsten Momente haben es Barbara Oestreich angetan. So zeigt sie im Kunsthaus Angelmodde energiegeladene wie entspannende Acrylbilder mit leuchtenden Farben und symbolischer Strahlkraft - genau richtig gegen den Winterblues.
Die schönsten Momente haben es Barbara Oestreich angetan. So zeigt sie im Kunsthaus Angelmodde energiegeladene wie entspannende Acrylbilder mit leuchtenden Farben und symbolischer Strahlkraft - genau richtig gegen den Winterblues. Foto: pesa

Tief in sich hineinhören, der Umwelt mit neugierigen Augen frei begegnen, das Dasein (er-)spüren und die wichtigsten Eindrücke und Emotionen auf die Leinwand bringen: Die Malerin, Dozentin und Kunsttherapeutin Barbara Oestreich aus Freckenhorst stellt ab Sonntag 28 ihrer neuen Werke im Kunsthaus Angelmodde aus.

Schwungvoll sind die ab­strakten Formen und Figuren, hell und kräftig die Farben im Wandel dreier großer „Aufbrüche“ zwischen 2014 und Januar 2018. Oestreich nimmt Acrylfarben und Pastellkreiden als „Werkzeuge“ ihrer Gedanken und Gefühle und lässt ihre Bilder in Dialog miteinander treten.

Die Leuchtkraft ihrer Farben ist ein Markenzeichen von Barbara Oestreich.

Die Leuchtkraft ihrer Farben ist ein Markenzeichen von Barbara Oestreich. Foto: Peter Sauer

Unter der Treppe des Kunsthauses schaut man durchs Eckfenster zum Winter-Grün der Angelauen, eingerahmt von einer grünen Abstraktion des Botanischen Gartens in Osnabrück und einer hochkanten Stele namens „Auftanken“. „The Secret“ offenbart Herzensformen, die auch nackte Menschenkörper sein können, zärtlich in Liebe vereint. Knister-Knister. Rund um den Kamin gesellen sich fünf muntere Mini-Stillleben, das Schönste ist das oberste: „Venezia“, minimalistisch-reduziert angedeutet sind der Bogen der Rialto-Brücke oder der Barock der Kirche Santa Maria della Salute. Im Wintergarten scheint auf einem Bild eine entfesselte Federboa melodisch vom Parkett zu entschweben: „Man muss das Leben tanzen“ ist auch ein wichtiges Motto von Barbara Oestreich. Wenn sie den Pinsel hebt, ist die 59-Jährige in Resonanz „mit meinem ganzen Körper“. So entstehen ihre Bilder auch bei der Musik von Mozart, Eros Ramazotti oder Johannes Oerding („Kreise“).

Die Bilder laden zum Assoziieren ein.

Die Bilder laden zum Assoziieren ein. Foto: Peter Sauer

Gern gemalt hat Barbara Oestreich schon als Kind. „Wir wohnten in einem Mietshaus, wo es mittags ruhig sein musste. Also brachte uns unsere Mutter zum Malen“, erinnert sie sich. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zur Bankkauffrau erwarb sie sich bei renommierten Lehrern und Künstlern ihre Maltechniken und Methoden.

Es ist die Begegnung mit verschiedenen Menschen, mit der Natur als wichtiger, da unberührter Kraftquelle und es ist das bewusste Wahrnehmen von Licht, was mich zu meinen Bildern in­spiriert“, erläutert Barbara Oestreich. Es entstehen gemalte Gedanken und Gefühle zwischen Selbstreflexion, Wunsch und Vision. „Beim Malen falle ich aus Zeit und Raum. Es ist wie innerlich Urlaub machen.“

Konkretes schält sich aus Absraktem.

Konkretes schält sich aus Abstraktem. Foto: Peter Sauer

Auf der Vernissage am Sonntag (7. Januar, 11 Uhr) spricht Kulturreferent Christian Heeck. Auf das Kunsthaus Angelmodde kam die Freckenhorsterin, weil sie eigentlich nur eine gute Location für ihren 60. Geburtstag suchte. „Außerdem wohnen meine Eltern in der Nähe“, sagt sie.

Zum Thema

Die Vernissage ist am Sonntag (7. Januar) von 11 bis 13 Uhr. Die Ausstellung geht bis zum 4. März. Die Öffnungszeiten vom Kunsthaus Angelmodde, Angelmodder Weg 80: mittwochs bis samstags jeweils ab 17 Uhr. sonntags ist ab 12 Uhr.geöffnet

...
Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5398171?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F134%2F
Ärger über Mieterhöhungen bei Wohn- und Stadtbau
Die Mieter in den vor wenigen Jahren von der Wohn- und Stadtbau neu gebauten Wohnkomplexen an der Gartenstraße ärgern sich darüber, dass sie innerhalb von eineinhalb Jahren fast 15 Prozent mehr Miete zahlen müssen.
Nachrichten-Ticker