Baubeschluss für Kita in Angelmodde-Dorf erfolgt Anfang 2018 Eine steinige Zielgerade

Münster-Angelmodde -

Hinter dem alten Friedhof in Angelmodde-Dorf soll eine neue Kita entstehen. Mit dem Projekt waren von Anfang an viele Bauchschmerzen verbunden. Erst eine Beschränkung von fünf auf drei Gruppen führte zum Errichtungsbeschluss. Jetzt wird das Grundstück baufertig gemacht.

Von Markus Lütkemeyer
Holzpflöcke markieren schon jetzt die Fläche an der Straße Alt-Angelmodde, auf der bis 2019 eine Drei-Gruppen-Kita entstehen soll. Politisch ist das Projekt weitgehend in trockenen Tüchern, doch der formale Baubeschluss und eine Verkehrsuntersuchung stehen noch aus.
Holzpflöcke markieren schon jetzt die Fläche an der Straße Alt-Angelmodde, auf der bis 2019 eine Drei-Gruppen-Kita entstehen soll. Politisch ist das Projekt weitgehend in trockenen Tüchern, doch der formale Baubeschluss und eine Verkehrsuntersuchung stehen noch aus. Foto: mlü

Rot markierte Holzpflöcke stecken die Fläche ab, wo es zu Erdarbeiten kommen soll. Nach Auskunft des Amtes für Immobilienmanagement wird der Kampfmittelräumdienst das Gelände bis Jahresende sondieren. Anfang 2018 soll dann der Baubeschluss vorliegen.

Die Zielgerade ist steiniger als erwartet: Anstelle eines erprobten Planentwurfes für eine fünf Kita-Gruppe, muss vermutlich ein komplett neuer Grundriss erarbeitet werden. „Ob eine verkleinerte Prototyp-Kita oder eine individuelle Planung für drei Gruppen wirtschaftlicher ist, wird 2018 mit dem Baubeschluss feststehen“, heißt es dazu von der Stadt Münster. Einen Kostenrahmen gibt es bereits: Rund 2,3 Millionen Euro soll die Kita kosten.

Politisch ist das Projekt weitgehend in trockenen Tüchern – der Kompromissvorschlag hat die Zustimmung der SPD, CDU, der Grünen und der FDP. Mit der kleineren Drei-Gruppen-Kita soll die angespannte Verkehrssituation in der Sackgasse entschärft werden. Weil die neue Kita vermutlich rund 500 Quadratmeter weniger Fläche benötigt, bleibt eventuell Platz für eine Wendemöglichkeit und weitere Parkplätze, hatte die Stadtverwaltung im März in Aussicht gestellt.

Für die Piratin Birgit Hemecker sind diese Aussagen zu vage: „Die Verwaltung wollte vor dem Baubeschluss eine umfassende Darstellung der verkehrlichen Situation ausarbeiten und Lösungsvorschläge für den Bring- und Holverkehr, sowie die Park- und Wendemöglichkeiten machen.“ Jetzt werde bereits alles für den Bau vorbereitet, obwohl diese Fragen ungeklärt seien. „Mittlerweile sind an der Sackgasse ein weiterer Einfamilien-Neubau sowie eine Mehrfamilienhausbebauung genehmigt worden, was die Lösungssuche noch deutlich erschweren würde.“

Jugendamtsleiterin Anna Pohl geht davon aus, dass die Kita 2019 fertig ist.

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