Baustelle blockiert kfd-Theatergruppe Kein Theater in diesem Jahr

Münster-Angelmodde -

Kfd-Frauen warten auf die Freigabe ihres Probenraums über der St.-Bernhard-Kirche.

Von Andreas Hasenkamp
Die Theaterfrauen Maria Taute, Edeltrud Hermes, Gabi Söllner, Silke Vollmer, Barbara Pascher, Eva Hammer, Petra Wulfers und Anne Böger, Elisabeth Bentlage-Schelp und Ulrike Gauczinski weinten mit für Kristina Lilje-Pike, Angelika Heinen, Helga Pahl und Andrea Meyer.
Die Theaterfrauen Maria Taute, Edeltrud Hermes, Gabi Söllner, Silke Vollmer, Barbara Pascher, Eva Hammer, Petra Wulfers und Anne Böger, Elisabeth Bentlage-Schelp und Ulrike Gauczinski weinten mit für Kristina Lilje-Pike, Angelika Heinen, Helga Pahl und Andrea Meyer. Foto: anh

Taschentücher füllen sich, Tränen tropfen in einen Eimer, ein Tränenstrom wird aufgewischt: eine Szene beim Treffen der Theaterfrauen der kfd am Kirchort St. Bernhard. Aber es ist keine Szene eines neuen Stücks, wie es die Frauen seit 1999 alljährlich im alten Pfarrsaal über der Kirche aufführen. Sondern die spontane Inszenierung ihres Gemütszustands: In diesem Jahr gibt es keine Aufführung – gesperrt ist der Raum, der sonst für Proben und Aufführungen dient.

„Wir können leider keine Aufführung anbieten“, sagt Eva Hammer. Denn zuvor müssen der Raum und die Zugänge brandschutztechnischen Ansprüchen genügen. Die Damen haben schon ihre Bühne zurückgebaut und verschoben. Die Bühne wird weiter seitlich stehen, damit die Treppe zur Bibliothek als Ausgang leichter erreichbar ist. Im Flur verschwinden die Schränke, die Requisiten aufnehmen. Was sonst noch verändert wird, wissen sie nicht. Nur, dass erst Feuerwehr und Bauordnungsamt die Änderungen abnehmen müssen und dafür noch kein Termin bekannt ist.

Die Sicherheitsmaßnahmen müssten sein, betont Hammer, nur einen Termin hätten sie gern. Der Wiederaufbau wird Zeit beanspruchen, denn die „Wände“ der Bühne rücken in die Schräge – sie werden einiges umbauen müssen.

Seit Mai proben sie wie alle Jahre fast jeden Dienstag. Die Aufführungen verschieben? Das werde nicht passen: In der Weihnachtszeit kann nicht geprobt werden, dann ist die Karnevalssession zu nah. Textarbeit hätten sie gemacht, mehr gehe nicht. Heute könnten sie mal „quatschen“ – eine Umstellung für Hammer, denn wenn sonst bei Proben gequatscht werde, müsse sie „zur Ordnung rufen“.

Im kommenden Jahr geht es weiter: „Der Geist im Rathaus“, heißt das Stück. „Das passt ja“, merkt eine Darstellerin mit Blick auf das Amt an. Politisches Kabarett? Können die Frauen auch.

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