Energiewende in Münster
Zwei Windräder wechseln den Besitzer

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Die erste Windenergieanlage in Amelsbüren haben die Stadtwerke an eine in Münster ansässige Privatfirma verkauft. Der Verkauf einer zweiten Anlage steht unmittelbar bevor.

Donnerstag, 16.11.2017, 12:11 Uhr

Erst im September hatten die Stadtwerke fünf Windenergieanlagen in Amelsbüren und Hiltrup errichtet. Jetzt trennen sich die Stadtwerke von zwei Anlagen.
Erst im September hatten die Stadtwerke fünf Windenergieanlagen in Amelsbüren und Hiltrup errichtet. Jetzt trennen sich die Stadtwerke von zwei Anlagen. Foto: gro

Die erste Windenergieanlage in Amelsbüren haben die Stadtwerke bereits an eine in Münster ansässige Privatfirma verkauft. Der Verkauf einer zweiten Anlage steht nach Informationen unserer Zeitung unmittelbar bevor.

Die Genossenschaft „Unsere Münster-Energie“ wird das Windrad Amelsbüren II in der Nähe der Ziegelei Janinhoff erwerben, wie das Vorstandsmitglied Dr. Veit Becker bestätigt. An der Thier­straße besitzt die Genossenschaft bereits die 2014 errichtete Windenergieanlage Amelsbüren I. Auch die beiden Windräder in Roxel gehören zum Portfolio der Genossenschaft.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings aus Sicht der Amelsbürener und Hiltruper: Sie schauen zwar täglich auf dieses Windrad, doch finanziell beteiligen können sie sich daran nicht. „Wir werden das Windrad mit Hilfe unserer Mitglieder erwerben“, erklärt Becker. „Wir werden das Verfahren nicht für neue Interessenten öffnen.“ Mit anderen Worten: Wer jetzt noch nicht Mitglied bei „Unsere Münster-Energie“ ist, der kann sich nicht beteiligen und folglich auch nicht von der im Süden Münsters gewonnenen Windenergie unmittelbar finanziell profitieren.

Die beiden Windenenergieanlagen befinden sich an der Thierstraße. Die 2014 errichtete Anlage stammt von der Firma Nordec, die fünf neuen Anlagen stammen von General Electric, die über eine Niederlassung in Salzbergen verfügt. Zurückhaltend äußert sich Becker über künftige Kaufabsichten der Genossenschaft. „Man verfolge nicht das Ziel, unendlich zu wachsen“, sagt er.

In der vergangenen Woche haben nach Angaben der Stadtwerke zudem Vertreter der Ratio-Tochter EnKL und des münsterischen Versorgungsunternehmens den Kaufvertrag über eine Windenergieanlage in der Bauerschaft Wilbrenning unterschrieben.

Es handelt sich um eine 150 Meter hohe Anlage mit einer Leistung von 3,2 MW, die Ende September in Betrieb genommen wurde. Die Betriebsführung bleibt bei den Stadtwerken.

Die EnKL ist ein in Münster ansässiges Unternehmen der Ratio-Gruppe, das auf Energiedienstleistungen spezialisiert ist. Im Bereich der Energieerzeugung ergänzt die von Tim Snoek und Martin Koch geführte Firma mit diesem Erwerb ihr Portfolio von Photovoltaik-Anlagen und Blockheizkraftwerken um die erste Windenergieanlage.

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