Windräder gehen an den Start Strom für 9100 Haushalte

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Mit einem symbolischen Knopfdruck wurde die erste der fünf neuen Windenergieanlagen in Betrieb genommen. Die Stadtwerke sprechen von einem wichtigen Schritt, erneuerbare Energie in Münster zu erzeugen und zu nutzen.

Von Michael Grottendieck
Symbolischer Knopfdruck: Aufsichtsrat Gerhard Joksch, Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Dirk Wernicke, Maik Südhoff (Stadtwerke) sowie Klaus Rogge, Vertriebsleiter von General Electric (v.l.).
Symbolischer Knopfdruck: Aufsichtsrat Gerhard Joksch, Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Dirk Wernicke, Maik Südhoff (Stadtwerke) sowie Klaus Rogge, Vertriebsleiter von General Electric (v.l.). Foto: gro

Auch in einer Schwachwindregion wie Münster lässt sich ordentlich Wind ernten und zu Strom machen. Die fünf neuen Windräder in Amelsbüren und Hiltrup erzeugen grünen Strom für rund 9100 Haushalte, erklären der Aufsichtsrat Gerhard Joksch sowie der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, Dr. Dirk Wernicke . Jährlich sollen es knapp 32 Millionen Kilowattstunden regenerative Energie sein.

Die Windräder müssen allerdings sehr große Rotorblätter haben. In der Raringheide reckt sich das Gesamtbauwerk 175 Meter in die Höhe. Gleiches gilt für die beiden Anlagen an der Thierstraße und am Kappenberger Damm. Lediglich die beiden 150 Meter hohen Windräder in den Bauerschaften Wilbrenning und haus Tinnen sind kleiner bemessen, jedoch mit einer Leistung von 3,2 Megawatt genau so leistungsstark.

Die allerneueste Generation an Windrädern verfügt bereits über einen Rotordurchmesser von 158 Metern, erklärt Klaus Rogge, Vertriebsleiter von General Electronic Renewable Energy mit Sitz in Salzbergen. Die Stadtwerke, die bereits über 15 Windenergieanlagen zwischen Borkum, Münster, Detmold und Höxter verfügen, wollen weitere Anlagen bauen. Allerdings nicht im Süden Münsters, wie Wernicke sagt. Joksch verweist darauf, dass der Flächennutzungsplan durchaus noch weitere Windräder in diesem Bereich zulässt.

Im Strommix der Stadtwerke machen die erneuerbaren Energien nach Angaben Wernickes mehr als 50 Prozent aus. Bundesweit liege der Anteil bei 30 Prozent. Nicht wegdiskutieren lasse sich eine optische Beeinträchtigung, räumt Wernicke ein. Er fordert von Bund und Land verlässliche Rahmenbedingungen. Joksch verweist darauf, dass die neuen Anlagen mit Bürgerbeteiligung entstehen. Letzte Details seien noch zu klären.

Nach einem Probebetrieb werden die Anlagen in zwei Wochen auf Volllast gehen.

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