Volksbank Amelsbüren Gelebte Kundennähe

Münster-Amelsbüren -

In der Bankenlandschaft grassiert das Fusionsfieber. Die Volksbank Amelsbüren behauptet ihre Eigenständigkeit. Wie lange noch?

Von Michael Grottendieck
Die Bankvorstände Martin Lauhoff (l.) und Jürgen Webner leiten die eigenständige Volksbank Amelsbüren.
Die Bankvorstände Martin Lauhoff (l.) und Jürgen Webner leiten die eigenständige Volksbank Amelsbüren. Foto: gro

Die gesamte Bankenbranche ist in Aufruhr. Das Fusionsfieber grassiert. Immer neue und größere Einheiten entstehen. Zu der geplanten Fusion der Vereinigten Volksbank Münster und der VR-Bank Kreis Steinfurt wird die Volksbank Greven hinzustoßen. Nur im Süden Münsters gibt es eine kleine Volksbank, die von alledem unberührt zu sein scheint.

Die Volksbank Amelsbüren behauptet weiterhin ihre Eigenständigkeit. Will sie denn gar nicht fusionieren, fragt man sich in Banker-Kreisen. Was machen die in Amelsbüren eigentlich anders, dass sie trotz der zunehmenden Regulierung, unter der alle Geldinstitute ächzen, eigenständig wirtschaften kann?

„Wir sind eine gewachsene Stadtteilbank und haben die Nähe zu unseren Kunden nicht vergessen“, sagt Bankvorstand Martin Lauhoff , wenn er nach der Philosophie des Hauses gefragt wird. Eine Fusion sei derzeit kein Thema, unterstreicht er. Wohl aber strebe man ein Kooperation mit einer benachbarten Volksbank an. Denn die Regulatorik auf dem Bankensektor wird auch in Amelsbüren „als belastend“ empfunden.

Im Juni hatten die Bankvorstände Martin Lauhoff und Jürgen Webner den Mitgliedern mitgeteilt, sie befänden sich auf einer Partnersuche. Bei dieser Suche sei man „intern ein Stück weitergekommen“, heißt es jetzt, spruchreif sei allerdings noch nichts. Auch daran hat die Bank nie einen Zweifel gelassen: Oberstes Ziel ist der Erhalt des Standortes Amelsbüren.

„Wir sind eine kleine schlagkräftige, aber persönliche Bank“, sagt Lauhoff. In den vergangenen Jahren habe das Haus ein kräftiges Wachstum erzielt. Nischen, die andere hinterlassen hätten, konnten erfolgreich genutzt werden. „Solange es wirtschaftlich Sinn macht und den Kunden das gefällt, was wir machen, wollen wir das so fortführen.“

Es scheint, als sollte die sympathische Geschichte von dem berühmten gallischen Dorf in der Bankenlandschaft noch einige Zeit andauern . . .

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