Steinbrede als Alternative
Neuer Vorschlag zum Standort für das Feuerwehr-Gerätehaus

Münster-Albachten -

Wo soll sie hin? Über den Platz für eine neue Feuerwache wird in Albachten heiß diskutiert. Ein weiterer Vorschlag dürfte für Diskussionen sorgen.

Donnerstag, 04.01.2018, 05:01 Uhr

Ein Feuerwehr-Gerätehaus könnte auch auf diesem Gebiet an der Steinbrede (großes Bild) entstehen, findet Volker Ahlbrand. Die Grafik zeigt die Lage des Areals, dass der Albachtener für geeignet hält.
Ein Feuerwehr-Gerätehaus könnte auch auf diesem Gebiet an der Steinbrede (großes Bild) entstehen, findet Volker Ahlbrand. Die Grafik zeigt die Lage des Areals, dass der Albachtener für geeignet hält. Foto: jans

Alter Friedhof oder neues Feuerwehrhaus? Diese Frage wird in Albachten heiß diskutiert. Volker Ahlbrand eröffnet jetzt eine neue Perspektive bei der Standortfrage für das Gerätehaus: Er schlägt einen Platz an der Steinbrede vor.

Im dortigen Gewerbegebiet hat Metallbau- und Dachdeckermeister Ahlbrand seinen Betrieb. Gleich neben seiner im Haus Steinbrede 10 gelegenen Werkstatt gibt es ein Areal, das der Handwerker für durchaus „feuerwehrtauglich“ hält.

„Günstig erworben“

„Das Grundstück gehört schon der Stadt und wurde damals vergleichsweise günstig erworben“, so Ahlbrand in einer Auflistung jener Vorteile, die er am Standort Steinbrede für ein neues Gerätehaus sieht.

Er verweist darauf, dass auf dem Areal an der Steinbrede genügend Platz für das neue Gerätehaus vorhanden sei. Zudem ließen sich Parkplätze für die Privatfahrzeuge der Wehrleute schaffen. Der flächenmäßig größte Teil Albachtens ließe sich „von der Steinbrede einfacher und schneller erreichen, als vom alten Friedhof aus“, so Ahlbrand weiter.

Rettungswache ist unumgänglich 

Er verweist darauf, dass von der Steinbrede aus die Feuerwehr jetzt zwei – und nach Abschluss der entsprechenden Bauvorhaben – später drei Kindergärten sowie die Schule und die Sportanlagen erreichen könne, ohne „Hauptkreuzungen“ queren zu müssen.

„Das Lager der Spedition Gautzsch und damit das Größte, was in Albachten brennen kann, ist direkt vor der Tür“, heißt es in Ahlbrands „Vorteilsliste“ weiter.

Mehr zum Thema

Standort der neuen Albachtener Feuerwache:  „Eine Investition für Jahrzehnte“

Diskussionsthema „Feuerwache:  Der Friedhof soll erhalten bleiben

Suche nach neuem Feuerwehr-Standort: CDU legt Wert auf offenen Dialog

Neue Nutzung des alten Friedhofgeländes:  Gerätehaus auf dem „Gottesacker“?

...

Beim Bau entsprechender Zufahrten wäre eine Feuerwache an der Steinbrede diejenige, „die am schnellsten auf Unfälle auf der A 43 und dem Autobahnkreuz Münster-Süd reagieren könnte“, glaubt der Albachtener.

„Eine Rettungswache, die zumindest tagsüber besetzt ist“, werde künftig in Albachten unumgänglich sein, betont Ahlbrand. In diesem Zusammenhang verweist er auf die dort jetzt schon ansässigen zwei Altenheime und auf eine mögliche künftige Einwohnerzahl von bis zu 9000 Menschen.

Günstiger Standort

Vorteile für die Sicherheit sieht der Albachtener auch in der durch einen Feuerwehrstandort an der Steinbrede gegebenen Nähe zum Albachtener Bahnhof. Kollabierte Zug-Fahrgäste könnten nämlich von dort aus schneller in die Uni-Klinik gebracht werden, als vom Hauptbahnhof Münster, glaubt Ahlbrand. Zudem erleichtere die Nähe zur Bahnlinie Feuerwehreinsätze bei Gefahrgut-Unfällen dort.

Diese „Vorteilsliste“ für einen Feuerwehrstandort an der Steinbrede ließ Ahlbrand inzwischen dem Albachtener Ratsherrn Sven Gotthal (CDU) zukommen.

Ihm gegenüber verweist der Handwerksmeister auch darauf, dass nicht verkaufte Flächen im Gewerbegebiet Steinbrede „durch eine Änderung des Bebauungsplans“ in ein Wohngebiet umgewandelt werden sollen. „Eine Vermarktung der Flächen war nie richtig in die Gänge gekommen“, so Ahlbrand. Als Gründe dafür nennt er „hohe Auflagen durch die Stadt“ und eine problematische Erschließung.

Nun sei seitens der Stadt eine Bebauung der Fläche direkt neben seinem Betrieb durch zwei Gebäude mit je zehn Wohneinheiten geplant worden, erklärt Ahlbrand.

„Zusätzliche Argumente“

„Wir sind nicht grundsätzlich gegen eine Wohnbebauung“, betont der Handwerker. Er wolle mit Blick auf die Firma nur vermeidbaren Problemen entgegenwirken.

Gegenüber unserer Zeitung erklärte er: „Die Stadt Münster hat den Ortsteil Albachten ungehemmt und ohne Vision für ein großes Ganzes wachsen lassen.“ Jetzt müsse sie im Nachhin­ein notwendige Infrastrukturen ,dranbasteln´ oder ,reinquetschen´. Von der Veröffentlichung seiner Ideen zum Feuerwehr-Standort erhofft sich Ahlbrand „zusätzliche Argumente“ in der andauernden Debatte oder sogar „völlig neue Lösungen“. 

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5398199?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F131%2F
Akonos Führungstor reicht nicht - Halle gewinnt verdient gegen Preußen Münster
Fußball: 3. Liga: Akonos Führungstor reicht nicht - Halle gewinnt verdient gegen Preußen Münster
Nachrichten-Ticker