Albachten-Ost
Albachten-Ost bereitet Sorgen

Münster-Albachten -

Das geplante Neubaugebiet Albachten-Ost stößt im münsterischen Ortsteil auf großes Interesse. Da verwunderte es nicht, dass der jüngste Infoabend der Stadt Münster zahlreiche Albachtener ins „Haus der Begegnung“ zog.

Freitag, 15.12.2017, 19:12 Uhr

Auf reges Interesse stieß die Bürgeranhörung zum Neubaugebiet Albachten-Ost. Etliche Bürgerinnen und Bürger fanden sich zum Info-Abend im „Haus der Begegnung“ ein.
Auf reges Interesse stieß die Bürgeranhörung zum Neubaugebiet Albachten-Ost. Etliche Bürgerinnen und Bürger fanden sich zum Info-Abend im „Haus der Begegnung“ ein. Foto: ann

Was bedeutet eigentlich „Bürgerbeteiligung“, wenn ein städtebaulicher Entwurf in die Tat umgesetzt werden soll? Diese kritische Frage eines besorgten Bürgers charakterisierte im „ Haus der Begegnung “ bei der Anhörung zur Wohnbauentwicklung im künftigen Neubaugebiet Albachten-Ost die Stimmung.

Neben grundsätzlichen Bedenken im Hinblick auf die aktuelle Entwurfsplanung kam immer wieder auch die ganz persönliche Besorgnis von Anliegern zum Ausdruck. Zudem gab es Zweifel, ob die Planer die örtlichen Gegebenheiten richtig erkennen würden.

Andreas Kurz , Dietmar König und Philipp Bunse vom Stadtplanungsamt sowie der Architekt und Stadtplaner Björn Severin, von dessen Büro der Siegerentwurf fürs Neubaugebiet stammt, versuchten nach Kräften diese Bedenken zu zerstreuen. Seit seiner Erstvorstellung wurde der Entwurf bereits überarbeitet. Eine neue Fassung liegt vor. Darüber hinaus hat die Stadt ein weiteres Grundstück erworben, das hinzukommen wird. Auch der Bau einer neuen Schule gehört zur festen Planung.

Den aktuellen Entwurf für das etwa 15 Hektar große Baugebiet präsentierten die Planer klar und allgemein verständlich. Besondere Knackpunkte, von den Anliegern aufmerksam bis misstrauisch verfolgt, waren und sind das Entwässerungskonzept und die Verkehrsführung.

Damit das Regenwasser abfließen kann, soll es neben der Kanalisation aus einem größeren Einzugsbereich in einen Vorfluter zum Kannenbach gen Osten geleitet werden. Dazu muss allerdings ein Gefälle geschaffen beziehungsweise eine geringe Geländeerhöhung abgetragen werden. Dabei könnte es zu einem durch eine kleine Mauer definierten Höhenversprung kommen.

Eine effektive offene Regenwasserführung neben der Straße mit Mulden zur Wasseraufnahme und zur Verdunstung soll das Problem beheben – die Anwohner blieben skeptisch. Andreas Kurz verwies auf die verlässlichen Berechnungen kompetenter Fachleute. Er versprach, dass es zu gegebener Zeit weitere Infoveranstaltungen geben werde.

Sorgen bereitet den Bürgern auch der durch Albachten-Ost zu erwartende Verkehr. Für die Sendener Stiege – sie soll eine Velo-Route werden – erhoffen sie sich verkehrsberuhigende Maßnahmen. Außerdem soll das Linksabbiegen von der Weseler Straße in die Stiege auch weiterhin nicht zulässig sein. Der Vorschlag, die Zufahrt von der Weseler Straße über einen Kreisverkehr zu führen, wurde mit spontanem Applaus bedacht. Dort wird auch eine Bushaltestelle gewünscht.

Anregungen hat auch der SV Concordia: „Wir brauchen dringend eine dritte Spielfläche, und unsere Halle platzt aus allen Nähten“, hieß es. „Der Festplatz ist viel zu dezentral, und der Weg dorthin für Umzüge zu schmal“, meldeten sich wiederum die St.-Hubertus-Schützen zu Wort.

Anwohner der Straße Lütke Geist fanden zudem wenig Gefallen an dem geplanten Dorf-Anger. Er soll nach Ansicht der Planer durch Häuser eingefasst sein „wie eine gute Stube“. Doch diese Häuser, die sie dann vor der Nase hätten, würden das alte Albachten vom neuen trennen, befürchten die Nachbarn.

Stephan Brinktrine, der sich über das große Interesse an der Veranstaltung freute, sagte bewusst „auf Wiedersehen“. Man werde sich zur weiteren Diskussionen über das Neugebiet sicher noch mehrfach treffen, so der Bezirksbürgermeister.

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