Diskussion um den alten Albachtener Friedhof „Wir können uns das vorstellen“

Münster-Albachten -

Die katholische Kirchengemeinde will sich Gesprächen über eine mögliche neue Nutzung des alten Friedhofs an der Dülmener Straße nicht verschließen: Pfarrer Dr. Christian Schmitt hält den Bau eines Feuerwehrgerätehauses dort für möglich.

Von Thomas Schubert
Winterlicher Blick auf den alten Albachtener Friedhof: Die katholische Kirchengemeinde kann sich mit dem Gedanken anfreunden, das Gelände, auf dem seit Jahrzehnten keine Bestattung mehr stattfand, einer öffentlichen Nutzung zur Verfügung zu stellen.
Winterlicher Blick auf den alten Albachtener Friedhof: Die katholische Kirchengemeinde kann sich mit dem Gedanken anfreunden, das Gelände, auf dem seit Jahrzehnten keine Bestattung mehr stattfand, einer öffentlichen Nutzung zur Verfügung zu stellen. Foto: sch

Kann der alte Friedhof an der Dülmener Straße zum Standort eines neuen Feuerwehr-Gerätehauses werden? Über diese Frage wird – wie berichtet – derzeit in Albachten mehr oder weniger intensiv diskutiert. Antwort geben kann in erster Linie die St.-Ludgerus-Gemeinde, die Eigentümer des rund 2700 Quadratmeter großen Geländes ist.

„Wir sind offen dafür und können uns das vorstellen“, beton deren Pfarrer Dr. Christian Schmitt . Die Verantwortlichen der Kirchengemeinde seien bereit, über eine neue Nutzung des Terrains nachzudenken.

„Der Friedhof bereitet uns nur Kosten, wir haben keine Einnahmen mehr“, erläutert der katholische Geistliche. Im vergangenen Jahr sei die letzte Grabruhefrist auf dem Gelände, das seit Jahrzehnten nicht mehr für Beerdigungen genutzt werde, erloschen. Mit Blick auf die mit dem Erhalt und der Pflege des Friedhofs verbundenen finanziellen Aufwendungen, müsse etwas geändert werden. Ganz wichtig sei der Kirchengemeinde, dass das ehemalige Bestattungsareal im Falle des Falles nur einer öffentlichen Nutzung zugeführt werde.

Eine Feuerwache sei seiner Meinung nach von öffentlichem Interesse, sagt Pfarrer Schmitt. Auch aus Sicht der auf dem Gelände bestatteten Verstorbenen sowie derer Angehöriger werde vermutlich wenig dagegen sprechen, den Friedhof in nächster Zeit für den Bau eines neuen Feuerwehr-Gerätehauses zu nutzen. Schließlich handele es sich dabei um eine Einrichtung zur Lebensrettung. Es sei jedoch wünschenswert, im Falle der Bebauung einen kleinen Teil des Areals als Gedenkstätte beizubehalten, die vom Neubau getrennt werde.

Wichtig ist Pfarrer Schmitt die Feststellung, dass die Diskussion im Hinblick auf eine mögliche neue Nutzung des alten Friedhofs nicht von der Kirchengemeinde sondern von außen ausgelöst wurde. Die örtliche Politik sieht er in der Pflicht, mit den Albachtenern über das Thema zu reden und sie zu informieren. „Es braucht Meinungsbildung und eine breite öffentliche Diskussion“, ist sich Schmitt sicher. Wünschenswert sei beispielsweise, wenn Bezirksbürgermeister Stephan Brinktrine oder die Politik, die Bürger zu einem öffentlichen Hearing einlade, bei dem über die Zukunft des alten Friedhofs und den Bau eines Gerätehauses diskutiert werde. 

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