SPD-Ortsverein Albachten
Gerätehaus auf dem „Gottesacker“?

Münster-Albachten -

Die Albachtener Sozialdemokraten wollen die Diskussion über eine mögliche neue Nutzung des alten Friedhofgeländes an der Dülmener Straße in Gang bringen.

Freitag, 08.12.2017, 19:12 Uhr

Sozialdemokratisches Trio auf dem alten Albachtener Friedhof: Raimund Köster, Manfred Rösmann und Holger Wigger könne sich gut vorstellen, dass das Gelände an der Dülmener Straße demnächst Standort des örtlichen Feuerwehrgerätehauses sowie einer Gedenkstätte wird.
Sozialdemokratisches Trio auf dem alten Albachtener Friedhof: Raimund Köster, Manfred Rösmann und Holger Wigger könne sich gut vorstellen, dass das Gelände an der Dülmener Straße demnächst Standort des örtlichen Feuerwehrgerätehauses sowie einer Gedenkstätte wird. Foto: sch

„Wir stehen dem Thema positiv gegenüber . . .“ Die Albachtener Sozialdemokraten wollen sich aktuellen Überlegungen im Hinblick auf eine mögliche neue Nutzung des alten Friedhofs an der Dülmener Straße nicht verschließen. Das machten die Vorstandsmitglieder Raimund Köster , Manfred Rösmann und Holger Wigger bei einem Vor-Ort-Termin deutlich. Allerdings betrachten sie das Thema als „sehr sensible Angelegenheit“.

Die SPD-Politiker können sich nach eigenen Aussagen vorstellen, dass der im Jahre 1877 eingeweihte Friedhof, auf dem 1968 letztmals eine Beerdigung stattfand, Standort des vorgesehenen neuen Albachtener Feuerwehrgerätehauses wird. Schließlich sei es erklärtes Interesse des Löschzugs, an zentraler Stelle angesiedelt zu sein, was im Falle eines künftigen Standorts im geplanten Baugebiet Albachten-Ost leider nicht der Fall sein werde.

Nach Ansicht der Sozialdemokraten ist das in kirchlichem Besitz befindliche Friedhofsgelände mit seinen rund 2700 Quadratmetern ausreichend groß dimensioniert, um dort die örtliche „Feuerwehr-Einsatzzentrale“ unterzubringen. In Handorf sei dies beispielsweise auf 2400 Quadratmetern geschehen.

Ein Teil des Geländes könne als Gedenkstätte genutzt werden. Deshalb könnten sowohl die Kriegsgräber am Westrand des Areals sowie das große Friedhofskreuz und der Gedenkstein der Familie Schulze Blasum erhalten bleiben, meinen Köster, Rösmann und Wigger. Über all das müsse mit der katholischen Pfarrgemeinde und den Nutzern der wenigen noch vorhandenen Grabstätten gesprochen werden.

Wie Rösmann erfahren hat, soll die Kirchengemeinde bei einer möglichen neuen Nutzung des alten Friedhofs private Bauvorhaben kategorisch ausschließen. Es komme – wenn überhaupt – nur eine dem Gemeinwohl verpflichtete Umnutzung infrage, die im öffentlichen Interesse sein müsse, sagt er. Bei einem Feuerwehrgerätehaus sei dies seiner Ansicht nach der Fall. Nicht minder wichtig sei, dass über all das öffentlich diskutiert werde: „Eine mögliche neue Nutzung des Friedhofgeländes muss von der breiten Bevölkerung mitgetragen werden.“

Sollte in nächster Zeit ein neues Domizil für die örtliche Feuerwehr geschaffen werden, dann möchten die Sozialdemokraten das Grundstück des jetzigen Gerätehauses für einen Neubau nutzen. Dabei schwebt ihnen der Bau eines „Albachtener Kulturhauses“ vor. „Wir werden darüber Gespräche mit den hiesigen Vereinen führen“, versichert Raimund Köster. Schließlich platze das „Haus der Begegnung“ schon jetzt aus allen Nähten.

Von ihrer Anregung, den alten Friedhof künftig als Feuerwehr-Standort und Gedenkstätte zu nutzen, erhoffen sich die Sozialdemokraten laut Manfred Rösmann „eine spannende Diskussion“. Allerdings könne er durchaus verstehen, wenn die Anregung auch Kritiker auf den Plan rufe.

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