Plattdeutsche Spielgemeinschaft „Lach män lück Albachten“ Ein Bräutigam – zwei Bräute

Münster-Albachten -

Am 6. Januar ist Premiere: Die Albachtener Laienschauspieler proben mit Hochdruck für die Aufführung ihres neuen Stücks. Die Komödie „Eene Bruut toviel“ soll es in sich haben.

Von Thomas Schubert
Kniefall vor der Angebeten: Auf der Bühne im „Haus der Begegnung“ proben die Albachtener Laienschauspieler für ihre im Januar startende sechsteilige Aufführungsreihe.
Kniefall vor der Angebeten: Auf der Bühne im „Haus der Begegnung“ proben die Albachtener Laienschauspieler für ihre im Januar startende sechsteilige Aufführungsreihe. Foto: sch

„Es gibt jede Menge Verwicklungen, und ein bisschen turbulent wird es auch“, verspricht Spielleiterin Maria Wienecke . Schon jetzt darf man gespannt sein auf das neue Stück, mit dem die Plattdeutsche Spielgemeinschaft „Lach män lück Albachten“ Anfang Januar im „ Haus der Begegnung “ aufwarten wird. Die Komödie „Eene Bruut toviel“ soll es in sich haben.

Die Mitte September gestarteten Proben für die Premiere am 6. Januar laufen bereits auf Hochtouren. Ein wöchentlicher Termin reicht nicht mehr aus. „Seit November proben wir dreimal pro Woche“, erläutert Spielschar-Chef Dietmar Rölver . Mitte dieses Monats soll dann auch das Bühnenbild fertig sein, sodass unter Realbedingungen geübt werden kann.

Die Handlung des vergnüglichen Dreiakters spielt sich laut Maria Wienecke an nur einem Vormittag in einem Wohnzimmer ab. Allzu viel verraten werden soll noch nicht. Bei „Eene Bruut toviel“ geht es um eine Hochzeit, bei der plötzlich eine zweite Braut auftaucht. Auch sie will geheiratet werden, und das bringt den Bräutigam namens Sascha Börnsen in arge Schwierigkeiten.

Maria Wienecke hat die Mundart-Komödie aus der Feder von Wolfgang Binder vom norddeutschen ins westfälische Platt „übersetzt“. Neun Akteure werden auf der Bühne für Theatervergnügen sorgen. Zwei davon – Philipp Winkelhaus und Heinz Josef Winkelsett – sind neu im Team und zugleich eine schlagkräftige Verstärkung. „Beide sind von Kindesbeinen auf mit der plattdeutschen Sprache vertraut“, sagt Dietmar Rölver. Obendrein verfügten sie bereits über Bühnenerfahrung.

Von 18 bis 81 Jahren erstreckt sich die Altersspanne der Albachtener Akteure. Jüngstes Mitglied im Spielschar-Ensemble ist Nele Grüter, ältestes Fine Terwey. Allen gemein ist der Spaß am Theaterspielen und an der plattdeutschen Sprache. „Wir sind ein tolles Team und üben mit ganz viel Freude“, unterstreicht Dietmar Rölver.

Wenn die Albachtener Laienschauspieler im neuen Jahr mit „Eene Bruut toviel“ das Publikum in ihren Bann ziehen, dann kann die 1978 unter der Federführung von Norbert Espenkott gegründete Spielgemeinschaft ihr 40-jähriges Bestehen feiern. Zwei Urgesteine, die Gründungsmitglieder Fine Terwey und Hermann Konermann, sind im Team noch mit von der Partie.

Sein neues Stück bringt das Mundart-Ensemble gleich sechsmal auf die Bühne: Am 6., 19. und 20. Januar wird „Eene Bruut toviel“ jeweils um 19.30 Uhr im „Haus der Begegnung“ aufgeführt. Am 7., 13. und 14. Januar bereits um 17 Uhr. Die Aufführungen, bei denen es zwei Pausen gibt, werden rund zweieinhalb Stunden dauern. Zwischendurch sind Snacks und Getränke erhältlich. Die Besucher der Premiere wollen die Theaterspieler als besondere Überraschung zu einem Begrüßungsgetränk einladen.

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Der Kartenvorverkauf für „Eene Bruut toviel“ startet am heutigen Samstag. Tickets sind zum Preis von acht Euro in der Albachtener Drogerie Jentschura (Dülmener Straße 33), unter ' 02536 / 10 95 (Müsker) sowie per E-Mail (info@plattdeutsches-theater-albachten.de) erhältlich.

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