Der Kinderchor Albachten lädt zu „Rocktime“ ins Haus der Begegnung ein Musical Marke „Eigenbau“

MÜNSTER-ALBACHTEN -

Die Steinzeit ist ganz schön lange her. Aber jetzt wird sie musikalisch wieder lebendig.

Von Jan Schneider
Die jungen Darsteller des Kinderchors Albachten entführen die Zuhörer in ihrem neuen Musical „Rocktime“ in die Steinzeit. Am 18. und 19. November gibt es zwei Aufführungen im Haus der Begegnung. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 16 Uhr.
Die jungen Darsteller des Kinderchors Albachten entführen die Zuhörer in ihrem neuen Musical „Rocktime“ in die Steinzeit. Am 18. und 19. November gibt es zwei Aufführungen im Haus der Begegnung. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 16 Uhr.

Das Musical „Rocktime“ ist komplett hausgemacht. Darauf legt der Kinderchor der Musikschule Albachten Wert. Am 18. und 19. November kann sich das Publikum davon im Haus der Begegnung jeweils um 16 Uhr davon überzeugen, dass diese „Hausmannskost“ Spaß macht.

Und was ist bei „Rocktime“ los? „Es geht darin um die Erfindung der Musik in der Steinzeit“, so Angelika Matthaei vom Kinderchor. Ein „nicht ganz so typischer Steinzeitmensch“ steht im Mittelpunkt der Handlung. Durch Nachdenken und Pfiffigkeit erfindet er ganz nebenbei viele Musikinstrumente. Die Musik fungiere als „Brücke zwischen den Menschen“, wenn die gemeinsame Sprache fehle, so der Kinderchor in einer Pressemitteilung. Dies weise „in eine sehr zeitbezogene und aktuelle Richtung“.

So ganz einfach war die Verwirklichung dieser Grundidee aber nicht. Replikate „archäologisch gesicherter“ steinzeitlicher Musikinstrumente kann man schließlich nicht im Musikalienhandel erwerben. Die Chormitglieder mussten daher Knochenflöten, Trommeln oder Schwirrholz selbst herstellen.

Probenwochenende

Um „echtes“ Steinzeit-Gefühl auf die Bühne bringen zu können, besuchte der Kinderchor bei einem Probenwochenende zudem das Steinzeitmuseum in Oerlinghausen.

Bis zur Premiere von „Rocktime“ sei jetzt noch viel zu tun, so der Chor weiter. Es gelte zum Beispiel, an den Gesangsauftritten des Chors und der Solisten weiter zu feilen. „Aber alle freuen sich schon darauf, wieder auf der Bühne zu stehen“, so die Mitteilung weiter.

Bliebe noch zu klären, warum der Kinderchor der Musikschule nicht nur bei „Rocktime“, sondern beispielsweise schon bei den Vorgänger-Musicals „Drachenfeuer“ und „Piratengold“ konsequent auf Eigenleistungen setzt. Man wolle nicht nur die „ziemlich hohen“ Gema-Gebühren sparen, das Gesamtkonzept habe sich inzwischen auch als erfolgreicher „Selbstläufer“ etabliert, erklärt dazu die Musikschule.

Bühnenbild

Von der Idee über den Text, die Komposition, die „musikalische Durchführung“ mit befreundeten Musikern bis zu Regie, Kostümen und Bühnenbild – alles wird daher „hauseigen“ produziert. Die Kinder sind beteiligt und wünschen sich ein Thema für das kommende Musical, so die Musikschule. Dann werden den jungen Akteuren die Rollen „auf den Leib geschrieben“ und natürlich dem schauspielerischen und gesangstechnischen Standard der Kinder angepasst.

Zudem können die Kinder in das jeweilige Musical-Thema eintauchen, wie jüngst beim Besuch im Steinzeitmuseum. In der Endphase einer Musical-Produktion gebe es immer ein langes Wochenende, bei dem man spielerisch den jeweiligen Kontext des Stückes kennenlerne.

Auch bis „Steinzeitklänge“ das Publikum im Haus der Begegnung erfreuen können, war es also schon ein ziemlich langer Weg.

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