Bevölkerungszuwachs durch Baugebiete Zweite Grundschule für Albachten?

Münster-Albachten -

In Albachten wird es – wie berichtet – bereits in absehbarer Zeit zwei neue Baugebiete und damit auch einen erheblichen Bevölkerungszuwachs geben. Junge Familien werden in den münsterischen Stadtteil ziehen. Und das wird dazu führen, dass neben neuen Kita-Plätzen auch weitere Grundschulplätze eingerichtet werden müssen. Aktuellen Prognosen zufolge könnte im Hinblick auf das Grundschulangebot im Ort eine Fünf-Zügigkeit erforderlich werden. Akute Pläne der Stadt sehen deshalb vor, in Albachten eine zweite Grundschule aus der Taufe zu heben.

Von Thomas Schubert
Handlungsbedarf: Damit der Bedarf an Grundschulplätzen in Albachten in den kommenden Jahre gedeckt werden kann, soll die Ludgerusschule (Foto) ausgebaut und in Albachten möglicherweise eine zweite Grundschule gebaut werden.
Handlungsbedarf: Damit der Bedarf an Grundschulplätzen in Albachten in den kommenden Jahre gedeckt werden kann, soll die Ludgerusschule (Foto) ausgebaut und in Albachten möglicherweise eine zweite Grundschule gebaut werden. Foto: sch

In dieser Hinsicht habe es zwischen den Verantwortlichen der Ludgerusschule und der Stadtverwaltung bereits ausführliche Vorgespräche gegeben, erläuterte Ulrike Strüwe-Beumer unserer Zeitung. Allerdings sei bislang noch nichts spruchreif: „Das ist alles noch nicht festgezurrt“, betont die Leiterin der Albachtener Grundschule. Sicher sei jedoch, dass die Ludgerusschule im Falle einer Notwendigkeit von fünf Zügen, nicht groß genug sei, um sämtliche Schüler aufnehmen zu können.

Laut einer öffentlichen Beschlussvorlage des Amts für Schule und Weiterbildung sieht es aufgrund der aktuellen Schülerprognose danach aus, dass in Albachten bis zum Unterrichtsjahr 2021 / 22 vier Grundschuleingangsklassen notwendig werden. „Ab 2022 / 23 bis 2025 / 26 werden voraussichtlich fünf Züge erforderlich sein“, heißt es in dem Papier weiter. Ob dies den Höchstwert darstelle, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend sagen. Das hänge insbesondere von den Zeiträumen der Albachtener Neubauaktivitäten und der künftigen Bevölkerungsstruktur ab. Aus diesem Grunde sei flexibles Planen angesagt.

Nach Angaben des Schulamts ist es möglich, die schon jetzt auf Pavillonklassen angewiesene Ludgerusschule am vorhandenen Standort weiter auszubauen. Sowohl ein Ausbau zur vollen Dreizügigkeit (Kosten: rund 4,96 Millionen Euro) als auch zur Vierzügigkeit (6,48 Millionen Euro) sei machbar, so das Ergebnis einer Untersuchung.

Ergänzend dazu steht zur Debatte, im künftigen Baugebiet Albachten-Ost eine zweite Grundschule mit optionaler Erweiterung zur Dreizügigkeit zu bauen. Die Kosten dafür werden mit 8,77 Millionen Euro veranschlagt. Soll in der unmittelbaren Nachbarschaft noch eine Einfachsporthalle hinzukommen, so würde dies nach Angaben des Schulamts mit weiteren 2,86 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Die Fertigstellung einer zweiten Grundschule in Albachten sei ab Ende 2021 möglich. Im Unterrichtsjahr 2022 / 23 könne diese dann zur Entlastung der Ludgerusschule ihren Betrieb aufnehmen, erläutert das Schulamt. Steige der Bedarf im Stadtteil anschließend über fünf Züge hinaus, dann könne „zu einem späteren Zeitpunkt flexibel entschieden werden, an welchem Standort die baulichen Voraussetzungen für einen weiteren Zug umgesetzt werden“.

Wie es im Hinblick auf die Grundschullandschaft in Albachten weitergeht, sollen die in den kommenden Monaten anstehenden Beratungen der politischen Gremien der Stadt Münster zeigen.

Läuft alles wie vorgesehen, dann wird der Rat in seiner Sitzung am 13. Dezember abschließend darüber entscheiden, was getan werden soll. Da sich am Standort der Ludgerusschule eine Fünfzügigkeit nicht realisieren lässt, hält das Schulamt eine zweite Grundschule für absolut notwendig. Im Zusammenspiel mit der Ludgerusschule soll sie den Bedarf an Grundschulplätzen in Albachten decken.

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