Popchor Münster im Landesmuseum
Mit Liebe und für den Frieden

Münster -

Klare Worte sprach ein Sänger am Samstagabend im gut besuchten Konzert des „Popchor Münster“ im Westfälischen Landesmuseum. Dafür erntete er ein Raunen und vereinzelten Applaus. In der Anmoderation des sozialkritischen Stücks „Uprising“ bezichtigte er nämlich die Regierungen Recep Erdogans und Wladimir Putins systematischer Menschenrechtsverletzungen: Homosexuelle, bestimmte Ethnien sowie Oppositionelle litten unter Diskriminierung, Anfeindung und Verfolgung, die in Russland oder der Türkei in Gesetze gegossen seien. Besonders perfide sei es, gegenüber dem Volk „Brot und Spiele“ zu inszenieren, um so den bloßen Anschein von sozialem Frieden in der Gesellschaft zu vermitteln, wie dies beispielsweise aktuell mittels der in Russland stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft geschehe.

Sonntag, 17.06.2018, 16:12 Uhr

Der Popchor Münster füllte das Foyer des Landesmuseums mit feinen Klängen. Foto: Coppel

Ansonsten verlief der Konzertabend unter dem Motto „Love & Peace“ deutlich sachter, bisweilen gar intim. Unter der erfahrenen Leitung von Andreas Warschkow, der im Münsterland eine ganze Reihe von Popchören dirigiert, erklangen bekannte Hits von Linkin Park, Silbermond, Marius Müller-Westernhagen, Simon & Garfunkel. Zumeist stammten die ausschließlich a cappella dargebotenen Arrangements aus Warschkows eigener Feder. Diese interpretierten die knapp 40 Sängerinnen und Sänger intonationssicher, jedoch bisweilen vergleichsweise schlank.

Neben den teils persönlich gehaltenen Moderationen der Chormitglieder gab es immer wieder kleinere Choreografien. Nach der Pause überraschte der Chor mit neuem Outfit. Beste Unterhaltung! Am Ende des Konzerts gab es reichlich Applaus und mit „Fragile“ von Sting eine zart klingende Zugabe.

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