Tomasz A. Nowak spielt ab Sonntag Bachs sämtliche Orgelwerke
Neue Zugänge zum musikalischen Monolithen

Münster -

Johann Sebastian Bachs Orgelmusik ist und bleibt ein Monolith innerhalb des riesigen Repertoires für die Orgel, das im Laufe der zurückliegenden 800 Jahre für dieses Instrument geschaffen wurde – ein Oeuvre, mit dem sich auch Lamberti-Organist Tomasz A. Nowak seit frühester Jugend beschäftigt.

Dienstag, 09.01.2018, 19:01 Uhr

Tomasz A. Nowak wird auf der Lambertiorgel Bachs Gesamtwerk spielen.
Tomasz A. Nowak wird auf der Lambertiorgel Bachs Gesamtwerk spielen. Foto: kok/cws

Johann Sebastian Bachs Orgelmusik ist und bleibt ein Monolith innerhalb des riesigen Repertoires für die Orgel, das im Laufe der zurückliegenden 800 Jahre für dieses Instrument geschaffen wurde – ein Oeuvre, mit dem sich auch Lamberti-Organist Tomasz A. Nowak seit frühester Jugend beschäftigt. Sechs oder sieben Mal hat er Bachs Gesamtwerk zyklisch und nach den Zeiten des Kirchenjahres geordnet aufgeführt, zwei Mal an Münsters Lamberti-Orgel. „Je älter man wird und je häufiger man diese Musik interpretiert hat, desto mehr dringt man durch sie hindurch“, begründet Nowak sein ambitioniertes Projekt für das Jahr 2018, Bachs Orgelmusik ein drittes Mal an der Schuke-Orgel zur Diskussion zu stellen.

Ein spannendes Unternehmen, das am kommenden Sonntag beginnt. Weil sich die Möglichkeit eröffnet, neue Zugänge zu den großen Präludien und Fugen, den Choralbearbeitungen, zu den sowohl liturgisch gedachten als auch profan-konzertanten Werken zu suchen und zu finden. „Es ist eine wiederholte Auseinandersetzung mit dem Werk, unabhängig vom Druck früherer Zeiten, in dem es womöglich für einen Wettbewerb oder vor einem Hochschullehrer zu spielen war“, so Nowak. Interpretationen können und sollen sich ändern, zeugen sie doch nicht nur von der Lebendigkeit des Interpreten, sondern zudem von der Zeitlosigkeit der Musik, die stets neu Gestalt bekommen möchte.

Ein drittes Mal also der gesamte Bach in St. Lamberti – das heißt für Nowak auch, „das Mysterium des Komponisten einmal mehr erfahrbar zu machen!“ Und nicht zuletzt dient dieses gewaltige Unterfangen, dem sich in Münster bislang nicht eben viele Organisten außer Nowak gewidmet haben, auch diesem Aspekt: der theologischen Verkündigung jenseits des gesprochenen Wortes.

„Bachs Musik ist voller Botschaften und Symbolik“ weiß der in Detmold lehrende Orgelprofessor. Auch folge sie klaren, ja mathematischen Regeln. „Und gleichzeitig spricht sie unmittelbar die Sinne der Hörer an und nicht nur deren Intellekt.“ Davon kann sich das Publikum in St. Lamberti in Kürze selbst überzeugen.

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Das erste von zwölf Bach-Konzerten beginnt am Sonntag (14. Januar) um 16 Uhr in der Lambertikirche. Karten sind an der Tageskasse erhältlich.

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