50 Jahre Cinema und Kurbelkiste
Jubiläumsjahr startet mit Marx Brothers

Münster -

Seit 50 Jahren gibt es das Cinema und die Kurbelkiste: Dieses halbe Jahrhundert lässt das Programmkino an der Warendorfer Straße immer dienstags Revue passieren. 50 Filme werden gezeigt, jedem Jahr wird jede Woche ein Film gewidmet.

Freitag, 29.12.2017, 15:12 Uhr

Das Cinema ist seit einem halben Jahrhundert eine Kulturinstitution.
Das Cinema ist seit einem halben Jahrhundert eine Kulturinstitution. Foto: Gerhard Heinrich Kock

Seit 50 Jahren gibt es das Cinema und die Kurbelkiste: Dieses halbe Jahrhundert lässt das Programmkino an der Warendorfer Straße immer dienstags Revue passieren. 50 Filme werden gezeigt, jedem Jahr wird jede Woche ein Film gewidmet. In Gedenken an Heiner Pier (Gründer des Cinemas, der 2011 im Alter von 72 Jahren starb und großer Marx Brothers-Fan war) wird die Reihe am Dienstag (2. Januar) um 20 Uhr mit „Die Marx Brothers auf See“ eröffnet. Die Brüder Groucho, Harpo, Chico und Zeppo stellen als blinde Passagiere einen Ozeandampfer auf den Kopf. Während die Mannschaft versucht, ihrer habhaft zu werden, jagen die vier Chaoten alle weiblichen Passagiere von einem Deck zum anderen.

Damit die Entscheidung, welche Filme gezeigt werden, nicht nur beim Cinema liegt, haben alle Gäste die Möglichkeit, auf ihren Eintrittskarten ihren Wunschfilm einzutragen. Alle, die auch ihre Emailadresse eingetragen haben, nehmen zum Monatsende an der Verlosung für jeweils eine Freikarte teil.

1968 wurde erst an der Weseler Straße das Cinema (das damals noch Neuer Krug hieß) und im Dezember in der Winkelstraße die Kurbelkiste (wo heute Green Hell ist) gegründet. Nachdem der Pachtvertrag nicht verlängert wurde, zog das Cinema Anfang der 80er Jahre an den heutigen Standort um. Hier war vorher ein Möbelhaus, dass der Gründer, Heiner Pier, für rund eine Million Euro zum Kino umbaute.

Der Umzug spalte damals die Bevölkerung. Viele Anwohnerinnen und Anwohner befürchteten, dass das Kino zu viel Lärm in das Quartier bringen würde. Viele andere wiederum begrüßten den Umzug, da das Cinema zur Programmvielfalt in Münster beitrug. Wenig später wurde ein Saal des Cinemas zur Kurbelkiste und das Kino in der Winkelstraße zum Dingsbums.

Die 50 Jahre stehen für größere Veränderungen in der Kinobranche. Aufgrund von Fernsehen gingen die Besucherzahlen zurück, in vielen Einzelhäusern wurden kleinere Säle eingebaut (wie im Schloßtheater Woody und Movie), dann kam der Boom der Videotheken und der Multiplexe und als letzte große Veränderung die Digitalisierung.

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Karten gibt es im Cinema unter ' 30300.

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