Erstes Kinderkonzert im Theater Münster Kügelchen tanzen auf der Pauke

Münster -

Wenn man kleine weiße Kügelchen auf das Fell einer Pauke schüttet und dann kräftig mit dem Paukenschlegel draufhaut, fangen die Kügelchen an zu tanzen. Das sind die „Schwingungen“, die man hört, weiß Physiker Jonas (Jonas Nondorf), der am Sonntag mit Helm und Kittel im ersten Kinderkonzert zu Gast war. „Schall und Rauch“ versprach das Konzert – die Tonerzeugung der Orchesterinstrumente stand im Mittelpunkt.

Von Heike Eickhoff
Wie kommen Töne zustande? Im Kinderkonzert konnten es die Gäste erfahren.
Wie kommen Töne zustande? Im Kinderkonzert konnten es die Gäste erfahren. Foto: Eickhoff

Julia Dina Heße und Jan Nondorf moderierten das leider nicht sehr gut besuchte Konzert. Das Sinfonieorchester Münster unter Dirigent Thorsten Schmid-Kapfenburg versorgte die physikalischen Experimente mit einem Reigen gut gelungener Musik. Dirigent Schmid-Kapfenburg gab gleich zu Beginn zu: „Ich hatte in Physik eine Vier!“ Das wiederholte er gern, wenn Physiker Jonas ihm Fragen stellte – ein kleiner Running Gag im Kinderkonzert. Die „Feuerfestpolka“ von Josef Strauss, eine Musik, in der man „richtig draufhauen kann“, so Schmid-Kapfenburg, kam mit dem obligaten Amboss auf die Bühne. Schwingungen für das Ohr, verpackt in eine lustige alte Auftragskomposition. Den Kindern gefiel es. Dass auch der Fußboden des Kleinen Hauses klingt, erfuhren die Zuhörer, als Julia Dina Heße sie alle auf Kommando springen ließ. Sicher nicht der schönste Klang in diesem Konzert, aber doch ein recht imposanter. Renate Fischer zupfte an ihrem Kontrabass kräftig die tiefste Saite und Physiker Jonas zeigte mit einer Metallspirale, die er in Schwingung versetzte, was mit dieser Basssaite passiert, wenn sie erklingt. Leroy Andersons „Typewriter“ und ein „Singing in the Rain“ beendeten das Kinderkonzert.

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