Schauspiel eröffnet Spielzeit im Großen Haus mit „Die Katze auf dem heißen Blechdach“
Was ist an der Wahrheit schlimm?

Münster -

„Wahrheit, Wahrheit! Was ist daran so schrecklich?“ Sie schmerzt. Möchte man Maggies Frage beantworten.

Mittwoch, 13.09.2017, 23:09 Uhr

Spannungsgeladen: Zwischen dem desillusionierten Brick (Joachim Foerster) und seiner kämpferisch optimistischen Maggie (Sandra Bezler) wartet schon die berechnende Mae (Ulrike Knobloch) mit Pfeil und Bogen.
Spannungsgeladen: Zwischen dem desillusionierten Brick (Joachim Foerster) und seiner kämpferisch optimistischen Maggie (Sandra Bezler) wartet schon die berechnende Mae (Ulrike Knobloch) mit Pfeil und Bogen. Foto: Marion Bührle

„Wahrheit, Wahrheit! Was ist daran so schrecklich?“ Sie schmerzt. Möchte man Maggies Frage beantworten. Den Schmerz umflüchtet eine scheinbar perfekte amerikanische Familie vergebens. Das Schauspiel eröffnet die Spielzeit im Großen Haus mit „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ von Tennessee Williams .

Frank Behnke hat bereits drei unbekannte Stücke von Williams erstaufgeführt. Jetzt das Meisterwerk aus dem Jahr 1955, das erstaunlicherweise noch nie am Theater Münster gezeigt wurde. Immerhin war es damals in den USA ein Skandalstück, umkreist es doch Themen wie Sexualität und Tod und wirft zugleich einen entlarvenden Blick auf die Institution Familie.

Das Theater Münster in Bildern

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  • montage Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus "Gloria".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater um 1956

    Foto: Erwin Schwarzer (Wiesbaden), Städtische Bühnen Münster
  • Götz Alsmann beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Szene aus dem Stück "Gloria"

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Theater von außen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Generalmusikdirektor Golo Berg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 30. März 2013 ist der Sänger Tim Fischer mit seinem Programm "Zarah ohne Kleid" zu Gast im Großen Haus des Theaters Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Podiumsdiskussion am 29. April 2013 im Kleinen Haus des Theaters Münster zum Auftakt der Diskussionsreihe "Wie viel Kultur braucht eine Stadt - und wozu?" (von links): Kathrin Tiedemann (Künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin des Forum Freies Theater, Düsseldorf), Prof. Dr. Ulrike Haß (Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft,
    Ruhr-Universität Bochum), Prof. Ulrich Khuon (Intendant des Deutschen Theaters Berlin/Vorsitzender der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein), Stefan Keim (Westdeutscher Rundfunk/WDR, Köln), Dr. Hans-Georg Küppers (Kulturreferent der Stadt München/Vorsitzender des Kulturausschusses des Deutschen Städtetags), Matthias Lückertz (Vorsitzender der Kaufmannschaft Münster/Vorsitzender der »Initiative Starke Innenstadt Münster e.V.«) und Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg (Direktor der Katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus, Münster/ MDL).

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 20. Mai 2013 geben Ulrich Tukur & Die Rhythmus Boys ein Konzert im Theater Münster, Großes Haus. Das Programm trägt den Titel "Musik für schwache Stunden...".

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2015.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neujahrskonzert am 1. Januar 2015 mit Götz Alsmann und der Alsmann-Band, der Sopranistin Henrike Jacob, Fabrizio Ventura und dem Sinfonieorchester der Stadt Münster im Theater Münster / Großes Haus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 22. Oktober 2015 ist Frank Goosen mit dem Programm "Durst und Heimweh - Geschichten von unterwegs" zu Gast im Kleinen Haus des Theater Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Am 24. Oktober 2015 ist Ulrike Kriener mit dem Programm "Und wenn es Liebe wär'..." im Kleinen Haus des Theaters Münster zu Gast.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nur noch Formsache waren im August 2015 die Unterschriften unter dem Vertrag: Bis Ende der Spielzeit 2021/22 bleibt Dr. Ulrich Peters (l.) Generalintendant in Münster. 

    Foto: Presseamt Münster/ MünsterView / Witte
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Beim 10. Sinfoniekonzert am 5. Juli 2016 im Theater Münster spielen das Sinfonieorchester Münster, das Philharmonische Orchester Hagen, der Konzertchor Münster und die Capella Vocale Münster unter der Leitung von Fabrizio Ventura die Sinfonie Nr.2 c-Moll von Gustav Mahler.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Der damalige Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura beim Neujahrskonzert am 1. Januar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude bei Nacht im Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Robert Atzorn liest mit Angelika Atzorn "Arthur und Adele", Kleines Haus im Theater Münster am 10. Februar 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Thorsten Schmid-Kapfenburg, 2. Kapellmeister am Theater Münster,

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Dr. Ulrich Peters beim Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Pressegespräch im Theater Münster am 1. März 2017. Hintere Reihe v.l. Intendant Dr. Ulrich Peters, Schauspieldirektor Frank Behnke, Julia Dina Hesse (Leiterin Junges Theater), Generalmusikdirektor Golo Berg (ab Saison 2017/18)
    Vordere Reihe v. l. Hans Henning Paar (Künstlerischer Leiter Tanztheater), Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann, Operndirektorin Susanne Ablass

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Stefan Veselka, 1. Kapellmeister am Theater Münster

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Das Gebäude um 1956.

    Foto: © Stadtmuseum Münster, Sammlung Heller
  • Linn Sanders (oben), Bálint Tóth, Carolin Wirth in "Ronja Räubertochter".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Claudia Hübschmann, Linn Sanders, Andrea Spicher in "Demut vor deinen Taten, Baby".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Ilja Harjes und Hubertus Hartmann in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Christian Bo Salle und Bálint Tóth, Statisterie in "La Révolution #1 - Wir schaffen das schon".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Mirko Roschkowski, Gregor Dalal und Sebastian Campione in "Der Freischütz".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster
  • Foto: Jürgen Peperhowe
  • Foto: Oliver Berg
  • Foto: Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez und Keelan Whitmore in "Back, Immortalis".

    Foto: Oliver Berg, Theater Münster

Big Daddy ist ein Selfmademan: hat es vom Tramp zum millionenschweren Plantagenbesitzer geschafft. An seinem 65. Geburtstag ist seine ganze Familie da. Alle wissen, es wird sein letzter sein. Nur er nicht. Sein Ältester Gooper nebst Gattin feilscht schon unverhohlen ums Erbe; sein Jüngster Brick fürchtet, als homosexuell zu gelten, und säuft sich um den Verstand. Darunter leidet seine Frau Maggie, die bis zuletzt den Kampf um ihn nicht aufgibt. Sie ist die Katze, die auf dem heißen Blechdach bleibt, solange sie kann.

In seiner Tragik ist Brick für Behnke der „Hamlet des 20. Jahrhunderts“ und Big Daddy weiter als alle anderen, wenn er sagt: „Auf dieser Farm könnte mehr gedeihen als Baumwolle.“ Toleranz ist die Antwort. Das Stück endet nach all den schmerzvollen Offenbarungen offen.

Martin Miotk hat eine Bühne gebaut, die die US-Welt überästhetisiert. Es sei eine „Gefühlslandschaft“ mit gigantischem Horizont und einer Plantagenwelt. Es gibt eine Rodeo-Bühne, die sich drehen kann. Die Verfilmung des Stückes mit Elizabeth Taylor und Paul Newmann ist derart dominant, dass es in der Inszenierung Anspielungen geben wird. Aber: „Ich versuche, ein magisches, surreales Theater zu machen“, so Behnke. Für eine solche „monströse“ Familienschlacht braucht es starke Schauspieler. Behnke: „Mit Wilhelm Schlotterer habe ich eine Idealbesetzung für Big Daddy gefunden.“ Und mit Joachim Foerster stellt sich als sein Sohn Brick auch ein Neuer am Theater vor. In den weiteren Rollen sind Sandra Bezler (Maggie), Ulrike Knobloch (Mae), Carola von Seckendorff (Big Mama), Frank-Peter Dettmann (Reverend Tooker), Christian Bo Salle (Gooper) und Gerhard Mohr (Doktor Baugh) zu sehen.

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Die Premiere ist am Samstag (16. September) um 19.30 Uhr im Theater Münster, Neubrückenstraße 63. Karten: ' 5 90 91 00.

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